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Geschichte
des SV Triebel
Im
Jahr 2009 beging unser Sportverein seinen 60. Gründungstag.
Natürlich ist dieser Jahrestag Anlass, einmal den Entwicklungsweg
der Sportbewegung in Triebel aufzuzeigen. Denn bereits vor der
Gründung eines organisierten Sportvereins am 12.02.1949 gab
es in Triebel schon viele Bürger die sich dem Sport verschrieben
hatten und diesen auch ausführten. Es traten besondere
Bemühungen hervor sich in Sportverbänden zu organisieren. So
wurde bereits 1903 der Turnverein Jahn in Triebel gegründet. Als
Gründungsmitglieder sind noch bekannt Albin Pfretzschner, Theodor
Pfretzschner, Otto Pfretzschner und Ernst Gerbeth, um nur einige zu
nennen.
Der
Turnverein Jahn Triebel war ein Arbeiterturnverein. Die Turnstunden
wurden im Saal des „Sächsisch – Bayrischen Gasthofes“ abgehalten,
da es im Freien kein Übungsgelände gab. Da viele der
Gründungsmitglieder wie auch viele Sportler im 1. Weltkrieg an die
Front kamen und 39 Sportler ihr Leben lassen mussten, kam die
Sportbewegung in dieser Zeit völlig zum Erliegen.
1919 wurde dann
von den Sportlern, die heil aus dem Krieg zurückkehrten, der
"Turnverein Jahn" Triebel wieder neu aufgebaut. Als neuer Vorsitzender
wurde Alban Bauer und als sein Stellvertreter Kurt Schlosser
gewählt. 1921 wurde auf dem Gelände hinter dem Gasthof ein
Kleinsportplatz in freiwilligen Arbeitseinsätzen gefertigt. Hier
gab es dann Schauturnen und andere Veranstaltungen. In den folgenden
Jahren gab es immer wieder Neuwahlen für einen neuen Vorsitzenden
des Turnvereins. Unter schwierigsten Bedingungen versuchten die
Triebeler Sportler ihren Sportverein am Leben zu erhalten. So wurde
unter mühseliger Arbeit ein neues Sportgelände erschlossen
und 1925 eingeweiht. Hauptsportart war zur damaligen Zeit das Turnen. Ab
1925 gab es dann auch zwei Fußballmannschaften in denen Sportler
wie Emil Fetzer, Kurt Hager, Kurt Schiller und Armin Ruderisch dem
runden Leder nachjagten. 1933
wurde der Übergang des Turnverein Jahn Triebel zur
Rotsportgemeinschaft vollzogen. Mit dem Einzug der Naziherrschaft wurde
diese dann verboten.
Nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus gab es bereits Ende
1945 die ersten Anfänge zum Neuaufbau einer Sportbewegung.
Bereits im August
1946 wurde das erste Fußballspiel in Bobenneukirchen
durchgeführt.
Am 12.02.1949 war es dann soweit, die
Gründung der „SG Untertriebel“ wurde vollzogen.
Ein Jahr später wurde sie in „BSG Einheit Triebel“ umbenannt und
1959 wurde die „BSG Empor Triebel“ daraus.
Als erster BSG –
Vorsitzender wurde Rudi Bauer gewählt. Weiterhin gehörten
Werner Puchta, Gerhard Pfretzschner, Heinz Pastor, Heinz Degenkolb als
Sektionsleiter Fußball und Günter Kuhnert, Sektionsleiter
Tischtennis, zum Vorstand.
Es gab zur
damaligen Zeit die Abteilungen Fußball, Tischtennis und Turnen. Mit
einer Fußballmannschaft wurde am Spielbetrieb teilgenommen und
auch die Tischtennisspieler nahmen am aktiven Wettkampfbetrieb
teil. 1950
gab es eine Spielgemeinschaft mit der SG Posseck, die aber nur ein Jahr
Bestand
hatte. Im Jahr 1953 hörten die Sektionen Tischtennis,
Handball sowie
Turnen/Gymnastik auf, zu bestehen. In den Jahren 1953 bis 1955 bestand
eine kurze Spielgemeinschaft mit der BSG Traktor Lauterbach.
1955 erfolgte dann
ein geordnetes System im Kreisfachausschuss Fußball
Oelsnitz/Klingenthal und somit kam es wieder zur Trennung von
Lauterbach. Empor Triebel nahm wieder mit einer eigenen Mannschaft am
Spielbetrieb teil. Einen sehr großen Anteil an der weiteren
Entwicklung von Empor Triebel hatten hier die Sportfreunde Gerhardt
Pfretzschner und Heinz Degenkolb. So wurde in dieser Zeit auch der alte
Sportplatz erweitert um ihn wettkampfgerecht zu gestalten. 1961 wurde
der neue Sportplatz gebaut und eingeweiht. Er war zwar wesentlich
besser wie der alte Platz, erfüllte aber von der Länge und
Breite her, eigentlich nicht die geforderten Ansprüche.
Ein weiterer
sportlicher Aufschwung war in den Jahren 1958 bis 1967 unter der
Federführung von Hellmut Hofmann festzustellen. Nachdem
Hofmann sowie Friedhold Ficker und Sektionsleiter Gerd Grigull eine
sehr gute Arbeit in der Abteilung Fußball geleistet hatten, ging
es sportlich weiter nach oben und 1969 wurde die 1. Mannschaft der BSG
Empor Triebel Kreismeister der 2. Kreisklasse und schaffte den Aufstieg
in die 1. Kreisklasse.
Zur Mannschaft
gehörten damals:
Dieter Lorenz,
Jochen Bauer, Reiner Ernstberger, Frank Köcher, Alexander Schmidt,
Raimund Sünderhauf, Gotthard Schlosser, Siegfried Wappler, Dieter
Ruderisch, Gerd Grigull, Karli Fetzer, Klaus Lorenz, Peter Wappler,
Günther Ullrich. Trainiert und betreut wurde die Mannschaft von
Siegfried und Roland Wappler. Nicht zu vergessen in der Zeit des
Aufschwungs waren vor allem die Männer in Schwarz, denn ohne sie
wäre kein Fußballsport möglich. So hatte Triebel in
dieser Zeit mit Bernhard Munko, Friedhold Ficker und Gerd Grigull drei
einsatzfähige Schiedsrichter.
Trotz dieses
großen Erfolges und Zuwachs bei den Mitgliedern kam es 1971 zur
dunkelsten Stunde der BSG Empor Triebel, Sektion Fußball. Nach
Querelen in der Leitung legten einige Sportfunktionäre
grundlos ihre Arbeit nieder und die Sektion Fußball wurde
über Nacht aufgelöst. Ein Großteil der
Fußballmannschaft begab sich geschlossen nach Bösenbrunn. Zwischenzeitlich
gab es dann auch einmal die Gründung einer Sektion Ringen in
Triebel, die aber 1975 nach Oelsnitz verlegt wurde.
Nach der Auflösung der Sektion Fußball gab es in Triebel
keinen Sport mehr und die Mitgliederzahlen sanken von 96 auf ganze 3
Mitglieder.
Doch es gab in
Triebel aber auch noch andere Menschen, die sich schnell wieder an die
Organisierung der Sportbewegung heranwagten. So wurde im Frühjahr
1972 eine neue Leitung der BSG Empor Triebel gewählt. Als neuer
BSG-Vorsitzender fungierte Harti Schmidt. Ihm zur Seite standen
Friedhold Ficker, stellv. BSG-Vorsitzender,
Siegfried Wappler, Gerold Zöphel und Roland Strobel als Kassierer.
Der neue BSG-Vorstand
ging einen konsequenten Weg des Aufbaus der Jugendarbeit und so konnte
bereits im Sommer eine neue Schülermannschaft am Wettspielbetrieb
teilnehmen.
In den Jahren 1974
bis 1978 kam es zu einer Spielgemeinschaft mit Bösenbrunn, die
aber auf Grund von Unzuverlässigkeit und nicht erfüllbarer
Forderungen des Partners beendet wurde. Erste
sportliche Erfolge gab es im Nachwuchsbereich, als die
Schülermannschaft 1976 und die Juniorenmannschaft 1978 den
Kreismeistertitel errangen. Hier leisteten die Sportfreunde Karl Fetzer
sowie Alexander Schmidt eine sehr engagierte Arbeit und sie hatten
großen Anteil an diesem Erfolg in der Jugendarbeit.
Ein weiterer
Schritt zur Ausbreitung der Sportbewegung in Triebel war der Ausbau der
BSG-
Leitung. So konnten Karli Fetzer, Günter Trennwolf, Renate Fetzer,
Alexander Schmidt, Jochen Bauer, Siegmund Schanz und Bernhard Munko
für die Übernahme verschiedener Funktionen gewonnen werden.
So wurde 1977
durch Renate Fetzer der Aufbau einer neuen Sektion Turnen/Gymnastik
organisiert und vollzogen. Diese besteht auch zum heutigen Tage noch
und leistet eine aktive Arbeit. Auf
Initiative von Harti Schmidt wurde am 26.10.1979 durch Siegmund Schanz
die Sektion Wandern/Touristik gegründet. Die Sektion Wandern
entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einer starken Sektion und
hatte auch einen starken Mitgliederzuwachs. In den folgenden Jahren
nahmen die Mitglieder an Wanderungen in der Umgebung teil und
jährlicher Höhepunkt war die Durchführung der
Triebeltalwanderung. Diese Wanderung entwickelte sich zu einer
Massenwanderung und hatte in Spitzenjahren über eintausend
Teilnehmer. Sehr gut angenommen wurde von den Wanderfreunden auch der
am Vorabend durchgeführte „Hutzenomd“, wo Künstler aus der
Umgebung mit Frohsinn und guter Laune für eine gute Einstimmung
zur Triebeltalwanderung sorgten. Eine weitere Neugründung gab es
1979 mit der Sektion Tischtennis durch Jochen Bauer.
Die
Sektion Fußball beteiligte sich mit Beginn der Spielsaison
1979/80 wieder mit einer Männermannschaft am Spielbetrieb und
wurde in die 2. Kreisklasse eingestuft. Durch eine gute Arbeit von
Trainer Siegfried Wappler und Mannschaftsleiter Karl Fetzer, gab es
bereits 1983 den ersten großen Erfolg. Es konnte die
Meisterschaft in der 2. Kreisklasse errungen und der damit verbundene
Aufstieg in die 1. Kreisklasse geschafft werden. Durch diesen
sportlichen Erfolg kamen einige gute Spieler wie die Sportfreunde
Winfried Bahmann und Frank Wunderlich aus Bösenbrunn zurück.
Weitere Neuzugänge kamen mit dem Sportfreund Schrödter von
den
Grenztruppen und Sportfreund Günther aus Falkenstein.
Die Mannschaft
wurde weiterhin von den Sportfreunden Siegfried Wappler und Karli
Fetzer sehr gut geführt und nach der Saison 1985/86 konnte der
wohl größte sportliche Erfolg gefeiert werden. Die BSG Empor
Triebel wurde Kreismeister des Kreisverbandes Oelsnitz/Klingenthal und
musste zwei Aufstiegsspiele gegen den Vertreter des Kreisverbandes
Plauen, Traktor Weischlitz, bestreiten. Was
nun folgte ist schwer zu beschreiben. Zuerst musste unser in allen
Belangen wenig ansprechender Platz hergerichtet werden. Es musste zum
ersten Mal eine provisorische Barriere errichtet werden, da ja
zum Aufstiegsspiel mit vielen Zuschauern zu rechnen war. Die nicht mehr
tragbaren sanitären Anlagen mussten saniert werden um wenigstens
den Grundanforderungen zu genügen. Um diese Aufgaben zu
erfüllen wurde wirklich von vielen Sportfreunden zugepackt und es
wurde auch geschafft. Hier wurden wir vom Technikstützpunkt
in Triebel, wo auch einige Sportfreunde in Lohn und Brot standen,
tatkräftig unterstützt. Wir wollten uns als Sportler ja nicht
nachsagen lassen, dass wir kein Interesse an einem Aufstieg
hätten. In zwei folgenden Aufstiegsspielen gegen die klar
favorisierte BSG Traktor Weischlitz konnte der Aufstieg in die
Bezirksklasse geschafft werden.
Nach einem
ausgeglichenen Spiel in Weischlitz welches am Ende 0:0 endete, kam es
eine Woche später in Triebel vor der Rekordkulisse von 1800
Zuschauern zum Rückspiel. Triebel befand sich an diesem Tag in
einem Ausnahmezustand. Wenn es damals auch noch nicht so viele PKW wie
heute gab, Triebel war an diesem Tag zugeparkt. Das große Spiel
konnte aber pünktlich beginnen. Nach einem 0:1 Rückstand sah
es nicht gut für den Gastgeber aus, doch drehten Frank Wappler und
Andreas Ketzel mit ihren Toren in der Schlussphase die Begegnung und
Triebel schaffte mit einem 2:1 Erfolg den Aufstieg in die
Bezirksklasse. Was war das für ein Gefühl für viele
Triebeler Fußballfans. Während die einen feucht –
fröhlich bis zum nächsten Tag feierten, fuhr der
Mannschaftsbus der Gäste ohne Jubel nach Hause. Die harte und
schwere Trainingsarbeit wurde am Ende belohnt.
Zu der damaligen
erfolgreichen Mannschaft gehörten die Sportfreunde:
Reinhard
Günther, Uwe Weckschmidt, Klaus Hampel, Andreas Ketzel, Gerd
Grünert, Frank Wunderlich, Jens Schrödter, Frank Wappler,
Winfried Bahmann, Jochen Frank, Lutz Damaschke, Matthias Pfretzschner,
Steffen Hohenberger und Steffen Weidlich.
In der Saison
1986/87 spielte die BSG Empor Triebel mit der 1. Mannschaft in der
Bezirksklasse und da es keine Reserveteams gab, wurde die 2.
Mannschaft in die 2. Kreisklasse eingestuft. In dieser Zeit wurde auch
wieder eine AH-Mannschaft
ins Leben gerufen, die zahlreiche Spiele absolvierte.
Trotz einiger
spielstarker Neuzugänge, die vor allem von den Grenztruppen
Posseck geholt wurden, konnte die Zielstellung Klassenerhalt
nicht
geschafft werden. Die kleine BSG Empor Triebel hatte keinesfalls
versagt und zeigte viele gute Spiele. Am Ende der Saison konnte man mit
Anstand die Klasse wieder verlassen. Die Mannschaft konnte immerhin
sieben Spiele gewinnen und hatte sich auf keinen Fall blamiert.
Natürlich war
das Ziel die Mannschaft nach dem Abstieg zusammen zuhalten und dieses
Vorhaben gelang recht gut. Man spielte nun mit zwei Mannschaften wieder
in der 1. Kreisklasse Oelsnitz/Klingenthal.
Aber nicht nur im
Männerbereich sondern auch bei der Arbeit mit dem Nachwuchs wurde
eine stabile und früchtetragende Arbeit geleistet. So nahm
erstmals wieder eine D-
Jugendmannschaft der AK 11/12 in der Saison 1982/83 an den Punktspielen
teil. Diese Mannschaft
ging dann immer in die nächste
Altersklasse hoch. Eine gute Arbeit leisteten hier die Sportfreunde
Reinhard Günther und Gerd Grigull, der aber nach kurzer Zeit
wieder aufhörte. 1985 gelang es dann der Mannschaft in der AK
13/14 den Kreismeistertitel zu erringen.
Bei den
Aufstiegsspielen gegen den Kreismeister Plauen, SpVgg Zobes, und dem
Kreismeister Klingental wurde dann nach einem 2:1 Sieg in Zobes und
einer 1:0 Niederlage gegen Klingenthal der Aufstieg knapp verpasst.
1987 wurde eine Spielgemeinschaft mit der BSG Traktor Eichigt im
Nachwuchsbereich gegründet und in der Spielzeit 1989/90 wurde die
B –Jugend auch Kreismeister, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen an
der Mannschaft von Nema Netzschkau. In den darauf folgenden Jahren
spielte eine gemeinsame A - Jugendmannschaft mit dem SV Eintracht
Eichigt. Auf
Grund von immer wieder auftretenden Unzuverlässigkeiten und
Undiszipliniertheit wurde 1992 die Spielgemeinschaft mit Eichigt wieder
aufgelöst.
Neben dem Männerfußball gab es in den Jahren 1983 bis
1987 auch eine Damenmannschaft die dem runden Leder nachjagte. Betreut
wurde die Mannschaft von Uwe Weckschmidt und Gerd
Grünert.
Im Jahre 1985
wurde durch Sportf. Grünert und Sportf. Günther zum ersten
Mal ein eigenes Hallenturnier organisiert und es wurde bei der Premiere
um den Pokal der „LPG Tierproduktion Eichigt“ gespielt. Dieses
Hallenturnier wurde sehr gut angenommen und in der Folgezeit bis in die
Gegenwart jährlich wiederholt.
Neben der
Organisierung eines eigenen Hallenturniers wurden auch die
Sommersportfeste der BSG Empor Triebel wieder neu belebt. Es wurde
für alle etwas geboten. Neben Nachwuchs- und
Männerfußball mit attraktiven Mannschaften gab es aber auch
Spaß und sportliche Betätigung für jedermann aus dem
Dorf und den umliegenden Gemeinden. Im Verlauf der Zeit wurden diese
Sportfeste immer besser angenommen und umgestaltet. Mit der
Neueinführung der Volleyballturniere und dem Fußballturnier
für Freizeitmannschaften aus der gesamten Umgebung wurden diese zu
den absoluten Rennern in den letzten Jahren. Besonders zu den
Vereinsturnieren mit den tollsten Mannschaftsbezeichnungen ist das
Sportplatzgelände in Triebel immer in heller Aufregung wenn die
Fans ihre Mannschaften anfeuern. Die Gewinner waren Mannschaften aus
Posseck, Raasdorf und Triebel. Auf die Gestaltung dieser Triebeler
Sportveranstaltungen kann man im Verein schon stolz sein.
1987 wurde von
Harti Schmidt als Vorsitzender der BSG Empor Triebel, an die Gemeinde
Triebel das Anliegen gestellt einen neuen Sportplatz für die
Gemeinde Triebel zu errichten. Standort dieses neuen Sportplatzes
sollte hinter der Schäferei unterhalb der Anspann sein. Der Grund
und Boden gehörte Klaus Rank, doch dieser würde dieses
für einen Sportplatzbau zur Verfügung stellen. Es wurde auch
durch Herrn Karl Müller ein Grundriss erstellt, doch bevor man zu
den Details kam, wurde dieser Sportplatzbau durch die SED –Kreisleitung
unter Führung von Alfred Hoffmann und seinem Sicherheitsmann
Helmut
Olbricht untersagt, da der Standort sich zu weit in der Nähe des
Sperrgebietes befinden würde und deshalb eine Gefahr für
die Grenzsicherheit darstellt. Damit war ein großer Traum vieler
Sportanhänger in Triebel wie eine Seifenblase geplatzt und es
musste weiter alles auf unserem Minisportplatz abgehalten
werden.
1989 war dann das
Ende der DDR gekommen und neben den politischen, gab es auch viele
Veränderungen auf sportlichem Gebiet, die auch vor der BSG Empor
Triebel nicht halt machten. Es mussten neue Wege beschritten werden,
die ein Umdenken erforderlich machten.
Im Jahre 1990
wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf
der allen Mitgliedern die ersten Veränderungen bekannt gegeben
wurden. Die Sektion Wandern trat aus der BSG Empor Triebel aus und
machte sich eigenständig. In der Wahlversammlung der BSG Empor
Triebel im Jahr 1990 wurde Sportfreund Reinhard Günther zum neuen
Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende Harti Schmidt
wurde als Vorsitzender des Wandervereins Triebel gewählt.
Gleichzeitig wurde eine Namensänderung vollzogen und aus der BSG
Empor Triebel wurde der SV Triebel e.V. Neben Sportfreund
Günther waren die Sportfreunde Bernd Jama als stellv. Vorsitzender
und Sportfreundin Manuela Preuß als Schatzmeisterin
tätig. Für diese drei Sportfreunde war diese Tätigkeit
nun Neuland, doch es ging stetig voran. Im SV Triebel e.V. waren noch
die Abteilungen Fußball und die Sportgruppe Frauengymnastik
verankert.
Natürlich war
aller Anfang schwer, doch es ging positiv weiter. Neben dem sportlichen
gab es nun auch einen wirtschaftlichen Bereich.
Es mussten deshalb
Sponsoren gewonnen werden um die finanziellen Mittel aufzubringen, die
eine ordentliche Sportarbeit gewährleisten. So wurden unsere
Spieler erstmals mit Trainingsanzügen ausgestattet, die ein
Sponsorenlogo des bayrischen Hof trugen.
Die Zeiten waren
eben anders geworden. Zum Weihnachtsfest 1989 wurde auf Grund einer
guten Beziehung von Karli Fetzer eine Sportlerdelegation nach
Gattendorf zum dortigen Sportverein Schwarz – Weiß Gattendorf
eingeladen.
Hier gab es nach
dem Mauerfall die ersten sächsisch-bayrischen Sportbeziehungen
zwischen beiden Vereinen. Zu Pfingsten 1990 gab es die erste
große Ausfahrt für unsere A- Jugendmannschaft SpG
Triebel/Eichigt zur Partnergemeinde Dornum an die Nordsee. Dort wurde
zum ersten Mal gegen ausländische Mannschaften gespielt, was
für alle Jugendlichen ein großes Erlebnis war. Neben dem
Fußball gab es auch noch andere Möglichkeiten sein
Können zu präsentieren und zum Abschluss konnte man als
zweitplazierte Mannschaft einen großen Pokal mit nach Hause
nehmen. Bei dieser Reise ergaben sich so viele Episoden, die man im
Leben nicht vergessen wird.
Auf Grund der
Auflösung des polytechnischen Kabinetts im Nebengebäude des
Kulturhauses ergab sich nun die Gelegenheit einen eigenen
Aufenthaltsraum für unsere Sportler herzurichten. In vielen
Stunden Eigenleistungen entstand so eine Sportlerklause für unsere
Sportler, wo man sich wohlfühlen und auch Gäste empfangen
konnte. Nur die sanitären Anlagen wie Duschen und Toiletten
entsprachen nicht mehr den neuesten Anforderungen. Auf dem
Sportplatzgelände tat sich auch sehr viel und Dank der
großartigen Arbeit von Siegfried Wappler wurde aus unserem
Triebeler „Dreckplatz“ langsam ein richtiger Rasenplatz, was besonders
die Spieler als immer besser empfanden.
Aber auch auf
sportlichem Gebiet ging es weiter voran. So konnten mit den
Sportfreunden Hawranke und Hoffmann weitere Übungsleiter im
Nachwuchsbereich und gleichzeitig auch als Schiedsrichter gewonnen
werden. Da es nicht ohne Schiedsrichter geht, qualifizierten sich auch
noch die Sportfreunde Kempe und Günther. Später kamen hier
noch die Sportfreunde Nagel und Schwab hinzu. Im Verlauf der Jahre
traten die Sportfreunde Hoffmann, Kempe und Nagel als Schiedsrichter
zurück und Sportf. Günther wechselte nach Oelsnitz, sodass
gegenwärtig nur noch unser Abtl.leiter Gunter Schwab und Holm
Hawranke als Schiedsrichter im Vogtländischen Fußballverband
gemeldet sind. Neu
hinzugekommen ist im Frühjahr 2010 noch der junge Robert
Rödel.
Der erste
große sportliche Erfolg nach der politischen Wende, war 1990 der
Sieg im letzten Finale um den Traktorpokal gegen die SG Traktor
Lauterbach in Eichigt. Dieses Finale konnte die BSG Empor Triebel mit
einem 1:0 Sieg für sich entscheiden und als letzte Mannschaft die
Holzplakette in Empfang nehmen. Leider war der Schütze dieses
„Goldenen Tores" nicht zu ermitteln.
1991 reiste auch
unsere Männermannschaft zum ersten Mal ins Ausland und nahm an
einem Fußballturnier an der Costa del Sol in Spanien teil. Neben
dem Besuch des „Camp Nou“, dem größten Stadion Europas in
Barcelona, als absoluter Höhepunkt, war natürlich auch das
Fußballturnier mit vielen ausländischen Mannschaften eine
Gelegenheit vieles mitzunehmen. Unsere Mannschaft zeigte sich hier von
ihrer besten Seite und schaffte es bis ins Halbfinale. Am Ende konnte
der 3. Platz erreicht und ein weiterer Pokal mit nach Hause genommen
werden. Nachdem 1991 eine Delegation aus der Partnergemeinde Dornum zu
unserem Sommersportfest empfangen wurde und es den Sportfreunden aus
Friesland hier sehr gefallen hat, reiste 1993 zum ersten Mal auch eine
Delegation von Sportlern mit Anhang zu unserer Partnergemeinde nach
Dornum. Es war eine schöne Reise, wo neben einem
durchgeführten Fußballspiel auch persönliche Kontakte
geknüpft wurden. Erwähnenswerte
sportliche Erfolge stellten sich dann auch weiter ein. So holte sich
der SV Triebel bei der 1991 erstmals ausgetragenen
Hallenkreismeisterschaft den Titel des Hallenkreismeisters.
Unsere Alte Herren
Mannschaft wurde auch wieder aktiv und absolvierte 1991 ein
Freundschaftsspiel bei Schwarz-Weiß Gattendorf und ging gleich
als Sieger vom Platz. 1992/93 zeigte sich unsere 1. Mannschaft wieder
von der besten Seite und am Ende wurde nur wegen eines einzigen Tores
die Kreismeisterschaft verspielt. In der Halle erreichte man den
Vizekreismeistertitel.
Auch 1993 gab es
eine Vielzahl von sportlichen Erfolgen. So erreichten unsere Kicker das
Endspiel des FDGB-Pokals wo man Fortschritt Oelsnitz mit 1:3 unterlag
und wir wurden wieder Vizekreismeister in der Halle. Nach
der Auflösung der Spielgemeinschaft im Nachwuchs mit Eichigt,
wurde in Triebel durch die Sportfreunde Hoffmann und Hawranke eine neue
D- Jugend ins Leben gerufen, die auch am Wettspielbetrieb teilnahm.
1994 wurde unsere
Männermannschaft zum dritten Mal hintereinander Vizekreismeister
in der Halle.
Im Jahr 1995 wurde
die Sportgruppe Posseck unter der Leitung von Petra und Reinhard
Ritter, der 2007 leider sehr früh verstorben ist, in unserem
Sportverein aufgenommen. Die Frauen dieser Sportgruppe treiben sehr
gerne Sport und nehmen auch die beengten Raumgrößen in
Posseck in Kauf. Ihre Devise lautet „Wir halten uns jung beim Sport
und auch einmal in fröhlicher Runde“. Auch im Jahr 2010 ist
die Sportgruppe immer noch sehr aktiv.
Unsere
Männermannschaft wurde nach der Saison 1994/95 zum zweiten und
vorerst letzten Mal Kreismeister des Kreisfachverbandes
Oelsnitz/Klingenthal. Es gab
erneut zwei Aufstiegsspiele gegen den
Meister des Kreisverbandes Plauen, SV Concordia Plauen. Nach einer
schwachen Leistung unterlag man in Plauen klar mir 2:5 und der Zug
Aufstieg schien schon abgefahren zu sein.
Bis zu dem zweiten Spiel in Triebel reiste unsere Mannschaft nach
Österreich und nahm an einem Fußballturnier teil, wo man
sich nicht mit Ruhm bekleckerte. Trotzdem war es in Seefeld sehr
schön. Am
Sonntag fand dann das zweite Aufstiegsspiel statt und wieder kamen 900
Zuschauer nach Triebel. Bis zur Pause hatte sich unsere Mannschaft
einen 4:0 Vorsprung herausgeschossen und war bis zu diesem Zeitpunkt
erneut in die Bezirksklasse aufgestiegen. Doch nach dem Wechsel
ließen die Kräfte nach und die Concordia kam zu ihren ersten
Toren. Als
unsere Mannschaft noch einmal auf 5:2 erhöhte war wieder alles
offen, doch in der Schlussphase konnte Plauen verkürzen und
erreichte auf Grund des besseren Torverhältnisses den Aufstieg in
die Bezirksklasse und wurde vom mitgereisten Anhang gebührend
gefeiert. Unsere Mannschaft hatte alles gegeben und ist knapp
gescheitert.
Nach dem die
Fachverbände Oelsnitz/Klingenthal sowie Plauen beschlossen
hatten ab 1996 einen einheitlichen KFV Fußball Vogtland/ Plauen
zu gründen und die Spielklassen neu einzuteilen, war klar, nur die
besten 7 Mannschaften der beiden noch bestehenden Kreisklassen kommen
in die neue Kreisliga der Saison 1996/97. Also galt die Devise die neue
Kreisliga muss erreicht werden.
Unsere Mannschaft spielte eine ordentliche Saison und erreichte damit
die höchste Spielklasse der neuen Kreisunion. Ein großer
Erfolg für unseren Verein.
Doch im Jahr 1997 ist noch ein denkwürdiges Ereignis neben dem
Sportplatz hervorzuheben, nämlich der Baubeginn unseres neuen
Vereinsheimes.
Nach vielen Anstößen und Initiativen besonders von
Sportfreund Gerd Grünert im Gemeinderat, wurde 1996 von der
Gemeinde die Genehmigung erteilt ein neues Vereinsheim zu errichten. Mit
den von der Gemeinde bereitgestellten finanziellen Mitteln und unter
der aktiven Mithilfe vieler Sportfreunde konnte im Jahr 1997 mit dem
Bau begonnen und im Jahr 1998 wurde dann dieses wunderbare Kleinod
für unsere Sportler eingeweiht. Man könnte hier eine
Vielzahl von Helfern nennen, die fast jeden Tag auf der Baustelle zu
finden waren, doch man würde denjenigen weh tun, wenn man jemand
vergessen würde. Zwei Sportfreunden sollte man hier doch die Ehre
erweisen und sie namentlich erwähnen. Es handelt sich um die
beiden Sportfreunde Lothar und Jochen Frank die eine Vielzahl von
Arbeitsstunden auf der Baustelle „Sportlerheim“ leisteten. Wichtig war,
unsere Sportler konnten sich endlich mehr als wohl fühlen und auch
die Gastmannschaften sowie Zuschauer hatten nur viel Lob für unser
Vereinsheim übrig. Man kann auch heute noch mit Fug und Recht
behaupten, dass unser Vereinsheim eines der schönsten im ganzen
Vogtland ist.
Im
Jahr 1999 wurde der 50. Jahrestag der Gründung der BSG Empor
Triebel im neuen Vereinsheim würdig gefeiert. Es kamen zahlreiche
Gäste und überbrachten viele Glückwünsche an
unseren Verein. Natürlich beneidete man unseren Verein um dieses
Schmuckstück und alle brachten zum Ausdruck, dass dies eigentlich
ein guter Anlass ist, dass sportliche Leistungspotential weiter zu
verbessern.
Leider konnte dieses Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden. Der SV
Triebel konnte zwar besonders im Nachwuchsbereich eine gute Arbeit
nachweisen, denn immerhin gab es Mannschaften in fast allen
Altersklassen und es gab auch die notwendigen Übungsleiter.
Nachdem im Jahr
1992 die Zusammenarbeit mit Eichigt in der A - Jugend eingeschlafen
war, begannen wir in der Saison 1993/94 wieder mit jüngeren
Mannschaften den Spielbetrieb in der Jugend aufzunehmen. Der damalige
Jugendleiter Uwe Hoffmann gewann als Lehrer an der Triebeler Schule
viele Jungs und später auch Mädchen für den
Fußballsport. Angefangen wurde mit einer E - und D -
Jugendmannschaft. Ab 1997 spielten wir mit 4 Jugendmannschaften und die
nächsten 3 Jahre sogar in 5 Altersklassen. Nun stellten sich auch
die Erfolge langsam ein. Unsere C-Jugend nahm in der Saison 97/98 als
Zweitplatzierter an den Aufstiegsspielen teil, leider erfolglos. Unsere
E-Jugend belegte im Kreismaßstab den 3. Platz und stieg damit in
die neu gegründete Bezirksliga auf. Andy Wienhold wurde mit 66
Toren Torschützenkönig der E-Jugend. In der darauf folgenden
Saison wurden unsere D-Jugendlichen unter Leitung von Holm Hawranke
Kreismeister. Unsere E-Jugend spielte eine für ihre
Verhältnisse starke Saison im Bezirksmaßstab, leider reichte
es am Ende nicht ganz für den Klassenerhalt. Doch Spiele wie gegen
den FC Erzgebirge Aue waren für unsere Jüngsten ein
prägendes Erlebnis. Diese Mannschaft des heutigen Vorsitzenden
Gunter Schwab blieb viele Jahre zusammen und konnte manch schöne
Erfolge feiern. In den Jahren von 1998 bis 2000 nahm unser Verein mit 5
Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Zu dieser Zeit gab es viele
verantwortungsbewusste Eltern und andere Mitglieder, welche sich als
Trainer und Mannschaftsleiter zur Verfügung stellten. Hier einige
Namen: Joachim Berthold, Holm Hawranke, Siegfried Bäter, Gunter
Schwab, Uwe Weckschmidt, Marcus Wurzer, Marco Haller, Tino Geipel, Jens
Degenkolb, Frank Wappler und Uwe Hoffmann.
Im Jahr 2000 wurde
unsere E - Jugend Vizekreismeister und stellte mit Christoph Wander den
besten Torschützen mit 44 Treffern. Die
Sportfreunde Marco Schwab und Christoph Wander wurden für 2 Jahre
in die Kreisauswahl des KVF des Jahrganges 1989 berufen. In Turnieren
1999 in Flöha und 2000 in Marienberg holten sie im
Bezirksmaßstab je eine Bronzemedaille.
Der Höhepunkt
für beide Sportfreunde war ein zweitägiges Turnier
anlässlich des 100-jährigen DFB-Jubiläums an der
Sportschule „Egidius Braun“ in Leipzig. Im sachsenweiten Vergleich
belegten sie mit ihrer Kreisauswahlmannschaft einen guten 7. Platz.
Ab der Saison
2000/01 merkte man deutlich den Geburtenrückgang nach der
politischen Wende. Wir hatten kaum noch Fußballnachwuchs und
konnten somit auch nicht mehr in den kleinsten Altersklassen mit der
Ausbildung beginnen. Ab dem Jahr 2000 übernahm Gunter Schwab
das Amt des Jugendleiters, er hatte es schwer, denn viele der
verantwortlichen Übungsleiter legten ihr Amt nieder, da auch der
Nachwuchs fehlte. Ein
harter Kampf für unseren kleinen Verein war auch der Weggang
vieler guter Spieler in höherklassige Vereine. Wir wollten keinem
Spieler Steine in den Weg legen, doch in unseren Mannschaften machte
sich dies merklich spürbar. Wir
gaben Spieler wie Axel und Ralf Wunderlich nach Oelsnitz ab, Patrick
Penzel wurde in Oelsnitz ein starker Torhüter, Christoph Wander
ging nach der E-Jugend zum VFC Plauen. Er hatte zeitweise einen Vertrag
für den Regionalligakader des VFC und spielt heute bei VFL
Hohenstein-Ernstthal in der Landesliga. Daniel Schneider ging nach Bad
Elster. Manch talentierte Spieler wie Vlado Bojic oder Benjamin Schmidt
fanden später am Handball mehr Gefallen.
Auf Grund der
geburtenschwachen Jahrgänge gingen wir ab 2001 mit den
Nachbarvereinen SG Lauterbach, SV Bobenneukirchen, Eintracht Eichigt
und dem SV Schönbrunn Spielgemeinschaften ein. In allen Vereinen
kämpfte man mit dem Spielerrückgang. Dank des Engagements der
Sportfreunde Karsten Richter aus Lauterbach, Jörg Lubowietzki aus
Bobenneukirchen und unserem damaligen Jugendleiter Sportfreund Schwab
wurde es eine gute Zusammenarbeit und die Vereine rückten weiter
zusammen. Doch der Zusammenschluss, wenn auch mit einem Mehraufwand an
Arbeit, trug seine Früchte. Vor allem die Mannschaften der
Jahrgänge 1988/89/90 wurden ein Erfolgsgarant. Nach dem
Vizemeistertitel 1999/2000 in der E-Jugend, wurde man dann 2002/2003
C-Junioren Vizemeister nach 2 knappen Finalniederlagen gegen Stahlbau
Plauen, 2004/05 erreichte man wieder nur den Vizemeistertitel in der
B-Jugend, zur Hallenkreismeisterschaft auch Vizemeister und im
Hallenpokal Dritter. Ein weiterer Höhepunkt dieser Mannschaft war
im Sommer 2005, nach einem 7:0 über Wacker Plauen wurde man
Kreispokalsieger vor einer fantastischen Kulisse in Lauterbach. Der
Kreismeistertitel wurde nur durch ein Sportgerichtsurteil verwehrt.
Spielerisch hatte man den Titel schon in der Tasche, doch Weischlitz
setzte gegen den späteren Kreismeister Stahlbau Plauen einen
gesperrten Spieler ein und hatte somit das gewonnene Spiel verloren. Im
Jahr 2006 wurde die B-Jugend federführend durch Bobenneukirchen
Kreismeister und Aufsteiger in die Bezirksklasse. Im Bezirkspokal kam
diese Mannschaft bis ins Halbfinale. In der Saison 2006/07 wurde unsere
A-Jugend erneut Vizemeister hinter dem VFC Adorf, auch im Pokal
unterlag man den Adorfern und wurde „nur“ Zweiter. Der
größte Erfolg vor dem Eintritt vieler Spieler in den
Männerbereich war wohl der Hallenkreismeistertitel, im Finale
bezwang man durch ein Tor von Christian Schmidt den Landesligisten VFC
Plauen.
In der Saison
2006/2007 konnte unser Verein Dank der Initiative von Uwe Hoffmann
wieder eine F-Jugendmannschaft für den Spielbetrieb melden.
Nun ging es auch
mit dem Nachwuchs in Triebel wieder bergauf. Es wurden wieder mehr
Kinder geboren, und wie im gesamten Kreismaßstab, nahm die Anzahl
der Mannschaften wieder zu.
In der Saison
2010/11 haben wir wieder drei Nachwuchsmannschaften, gemeinsam mit dem
SV Eintracht Eichigt und teilweise dem SV Merkur Oelsnitz. Auch hier
haben wir es wieder geschafft Väter der Kinder als Trainer zu
gewinnen. Seit zwei Jahren trainieren die Sportfreunde Frank Hennig aus
Triebel und Andreas Haas aus Tiefenbrunn unsere Jüngsten.
Natürlich
wurde im Jugendbereich nicht nur Fußball gespielt. Dank unserer
rührigen Jugendleiter und zahlreicher Eltern wurden viele
Aktivitäten durchgeführt. Beispielsweise fanden mehrere
Zeltlager in Triebel statt, es wurden Ausfahrten nach Zeulenroda ins
Erlebnisbad organisiert und als die Spieler aus den kleinen
Kinderschuhen heraus gewachsen waren, konnten auch mehrtägige
Ausflüge durchgeführt werden. So führten uns
5-tägige Ausfahrten in die Jugendherbergen nach Geyer und
Eisenberg. Hier wurde neben Fußballspielen auch ein tolles
Freizeitprogramm geboten. Ausflüge ins Erlebnisbad „Anamare“ in
Geyer, Floßbau mit anschließendem Bad im Stauweiher von
Geyer, Stadtausfahrt nach Jena mit Besichtigung des Planetariums, das
wunderschöne Freibad von Eisenberg mit anschließendem
Spielchen auf dem anliegenden Kunstrasen, Bowlingabende und zur letzten
großen Ausfahrt die Himmelfahrtstour am Stauweiher von Geyer,
haben bei unseren Jugendlichen unvergessliche Eindrücke
hinterlassen.
Wenn
man diese ausgezeichnete Bilanz unserer Nachwuchsarbeit betrachtet, ist
man doch etwas bedrückt, dass es uns in den Jahren von 1998 bis
2001 nicht gelungen ist talentierte Spieler im Männerbereich
einzubauen. Der erhoffte Leistungsschub trat leider nicht
ein und so gab es in den folgenden Jahren auf sportlichem Gebiet
besonders im Männerbereich keinen weiteren Durchbruch. Es wurden
die Jahre des Umbruchs und viele Spieler erreichten nun langsam das
Alter um die Schuhe an den berühmten Nagel zu hängen bzw.
zwangen langwierige Verletzungen sie zum Aufhören. Die
nachfolgenden jüngeren Aktiven hatten noch nicht das notwendige
Niveau um unsere Mannschaften weiter voran zu bringen. Vielen
jüngeren Spielern die hoch rückten, fehlte auch die
notwendige Einstellung dazu. In der Kreisliga kämpfte man nun
jedes Jahr ums Überleben und im Jahr 1998 gab es so viele Querelen
und Abgänge, dass die Reserve nicht mehr für den
Wettspielbetrieb gemeldet werden konnte. Einziger Lichtblick in dieser
Zeit, war das Erreichen des Pokalfinales, wo man dann knapp mit 0:1
gegen den ESV Lok Plauen den Kürzeren zog. Leider konnte auch der
Vorstand nicht mehr die notwendigen Akzente zu einem Aufschwung setzen.
Von den Leistungsträgern wechselte Torhüter Wick 1999 nach
Schöneck und Sportfreund Hänel im Jahr 2000 nach
Eichigt. Unser Vereinsvorsitzender und Trainer der 1. Mannschaft R.
Günther musste sich im Jahr 2000 einer Hüftoperation
unterziehen, so dass Sportfreund Klaus Hampel das Training und die
Führung der Mannschaft übernahm. Ihm zur Seite stellte sich
Sportfreund Heiko Mennel. Beide leisteten eine gute Arbeit und konnten
die 1. Mannschaft weiter in der Kreisliga halten. Als neuer
Abteilungsleiter wurde Sportfreund Schwab eingesetzt um die entstandene
Situation in der Abteilung Fußball wieder zu koordinieren. Nach
der Saison 2001/02 verließen dann auch Sportf. Mennel und
Sportfreund Degenkolb den SV Triebel und wechselten nach Eichigt. Trotz
dieser unrühmlichen Geschehnisse, wurde weiterhin noch
Fußball in Triebel gespielt. Im Jahr 2001 beteiligte sich
eine Mannschaft am Wernigeroder Hasseröder – Cup und
verkaufte sich recht ordentlich. So erreichte man die Zwischenrunde und
bekam bei der Siegerehrung auch ein Netz mit neuen
Fußbällen. Natürlich gab es auch viel Hasseröder
Freibier.
Auch im Vorstand
wurde eine Änderung vollzogen. Auf Grund persönlicher und
gesundheitlicher Probleme stellte sich Vereinsvorsitzender Reinhard
Günther 2002 nicht mehr zur Wahl und es wurde zur Wahlversammlung
2002 mit dem Vorsitzenden Jochen Melzer und seinem Stellvertreter Marko
Haller ein neuer Vorstand gewählt. Als Schatzmeisterin blieb
Manuela Preuß weiter im Amt. Als Abteilungsleiter Fußball
wurde der Sportfreund Gunter Schwab gewählt. Leider fand sich kein
Sportfreund, der die Funktion des Jugendleiters begleiten wollte.
Das
sportliche Leben im Verein ging wie gewohnt weiter, ohne zu
übersehen, dass es im Männerfußball immer weiter bergab
ging. Nach der Saison 2001/02 konnte die Kreisliga gerade noch gehalten
werden, doch weitere Aktivposten wie die Sportf. Ollhoff und Frank
Wappler wollten nicht mehr mit in die neue Saison gehen, bzw.
äußerten, dass sie nicht immer zur Verfügung stehen. Da
Sportf. Hampel zu dieser Zeit eine längere Krankheit auskurierte
übernahm Sportf. Günther noch einmal die Funktion des
Übungsleiters. Doch mit dem Beginn der neuen Saison 2002/03 wurde
die Kluft zwischen dem Trainer sowie der Mannschaft immer
größer und nach drei Spielen der neuen Saison, die zeigten,
dass nicht der Trainer sondern die Mannschaft das Sagen hatte, trat
Sportfreund Günther von seinem Posten als Trainer zurück. Nun
übernahm Sportfreund Tino Geipel das Training sowie die
Führung der Mannschaft. Ihm zur Seite stand weiter Sportfreund
Jama. Nach anfänglichen Hoffnungspunkten, ging aber nichts mehr
und die Mannschaft stieg nach 8 Jahren Zugehörigkeit sang- und
klanglos in die 1. Kreisklasse ab. Aber auch hier reichte in der
kommenden Saison 2003/04 die Leistung nicht aus um diese Klasse zu
halten und man wurde bis in die unterste Etage, die 2. Kreisklasse,
durchgereicht. Es war einfach kein spielerisches Potential vorhanden um
irgendwie einen Hoffnungsschimmer zu sehen. Hier stand man das letzte
Mal 1982.
Als positiven
Aspekt muss man die Tatsache sehen, dass die Mannschaft trotz der
gegenwärtigen Misere nicht auseinanderbrach.
Es musste also ein
absoluter Neuanfang gestartet werden. Wenn auch nicht sofort, aber in
wenigen Jahren war der Aufstieg in die 1. Kreisklasse wieder
eingeplant. Natürlich war der Verein nicht eingeschlafen sondern
wirkt aktiv in der Gemeinde Triebel. Unser Verein beteiligte sich 2003
mit vielen Sportlern an der 700-Jahrfeier der Gemeinde Triebel und
gestaltete auch einen Block zum großen Festumzug mit
Fußballkickern, Tischtennisspielern und den Frauen der
Gymnastikgruppe.
Natürlich
galt das Hauptaugenmerk im Verein dem Wiederaufstieg der 1.
Fußballmannschaft in die 1. Kreisklasse. Neuer Übungsleiter
wurde Frank Wappler, der nun versuchte mit Unterstützung von Tino
Geipel und Mannschaftsleiter Jürgen Schmucker das gesunkene Schiff
wieder nach oben zu hieven. Aber auch er merkte bald, dass dies nicht
so einfach ist und trotz aller Anstrengungen reichte es nach der Saison
2004/05 nicht um sofort wieder aufzusteigen. Auch wenn die Zielstellung
nicht erreicht wurde, wurde weiter hart gearbeitet. Nach der
stabilisierenden Saison 2005/2006 kam im Sommer 2006 mit dem Sportf.
Jürgen Hanitzsch vom VSV Oelsnitz eine echte Verstärkung, der
das Niveau im Team mitbestimmte. Mit dem Rückkehrer Andy Wienhold
von der SG Lauterbach bekam die Mannschaft eine weitere echte
Verstärkung. Auch
insgesamt
wuchs die Mannschaft weiter zusammen und das Spielverständnis
wurde immer besser. In der Saison 2006/07 bestimmte der SV Triebel das
Leistungsniveau in der 2. Kreisklasse und war immer im oberen
Tabellenbild zu finden.
Dort befand man
sich auch bis kurz vor Beendigung der Saison. Das letzte Spiel in
Mühltroff musste nun die Entscheidung bringen, ob ein
Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse gelingen sollte. Der
Sieger dieser
Begegnung würde in der kommenden Saison in der 1. Kreisklasse
spielen. So wurde zur Unterstützung der Mannschaft sogar ein
Bus gemietet, damit die Fans mit nach Mühltroff fahren konnten.
Es war ein
Nervenkitzel für alle, ob Zuschauer oder Spieler. Nach einer
klaren Führung gab man diese leichtfertig wieder aus der Hand und
es ging beim Stand von 2:2 wieder von vorn los. Dann machte unsere
Mannschaft, von den zahlreichen mitgereisten Fans nach vorn gepeitscht,
Nägel mit Köpfen und gewann diese Begegnung noch klar mit
5:2. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, die Busfahrt
über Plauen zurück nach Triebel wird wohl von allen
Beteiligten unvergessen bleiben. In Triebel angekommen gab es eine
Riesenaufstiegsfeier. Der SV Triebel hatte es geschafft und man war
wieder in der 1. Kreisklasse. Anlässlich dieser Aufstiegssaison
fertigten die Sportfreunde Ronny Künzel und Marco Schwab sogar
eigens eine Aufstiegs-DVD mit Videos und Bildern.
Im Jahr 2007 gab
es noch einen weiteren großen Höhepunkt für unseren
Sportverein. So wurde durch den EOFS die kleine Weltmeisterschaft
erstmals in Deutschland, und zwar im Vogtland, ausgetragen. Der SV
Triebel erklärte seine Bereitschaft Austragungsort zu werden. Wir
bekamen den Auftrag zwei Spieltage der Freizeitkicker Kleinfeld
in Triebel auszutragen. In dieser Staffel spielte sogar eine
Mannschaft aus den USA. Also galt es dieses Wochenende zu einem
Höhepunkt werden zu lassen und das gelang mit der
Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern auch. Die beiden
Spieltage wurden sehr gut vorbereitet und auch die Durchführung
klappte hervorragend. Natürlich ließ es sich unsere
Bürgermeisterin Frau Groß nicht nehmen, neben allen anderen
Mannschaften, besonders die Gäste aus den USA zu
begrüßen. Bei der abschließenden Siegerehrung in der
Vogtlandarena in Klingenthal wurde unser Verein für die sehr gute
Atmosphäre in Triebel besonders gelobt. Es war alles in Allem eine
sehr schöne Veranstaltung. Natürlich
waren wir nicht nur Gastgeber, sondern beteiligten uns auch mit einem
Oldieteam Ü 35 an diesem Turnier. Hier trafen wir sogar auf eine
Mannschaft aus Südafrika. Das war doch schon ein großes
Erlebnis. Wir schnitten hier gar nicht so schlecht ab und belegten in
unserer Gruppe den 4. Platz. Den Sprung in die Finalrunde schafften wir
zwar nicht, aber wir brauchten uns auch nicht zu schämen.
Natürlich war
man gespannt wie sich die Fußballkicker in der 1. Kreisklasse
schlagen werden. Nach dem Aufstieg trat dann Sportfreund Wappler von
seinem Traineramt zurück und Tino Geipel übernahm wieder die
Mannschaft. Er wurde weiter unterstützt von Jürgen Schmucker,
der als Mannschaftsleiter eine sehr gute Arbeit leistete.
Natürlich war allen klar, dass es nicht einfach werden würde,
doch mit konzentrierter Arbeit ist der Klassenerhalt realisierbar. Am
Ende konnte man den 8. Platz und somit den sicheren Klassenverbleib
feiern.
In der Saison
2008/2009 spielte unsere 1. Mannschaft nun weiterhin in der
1.Kreisklasse. Da zu Saisonbeginn die beiden ehemaligen Jugendspieler
Carlos Mussago und Torwart Marco Schwab zurückkehrten, war das
Team personell auch weiterhin gut besetzt.
Im Januar 2009 konnte man
erstmals in 24 Jahren das eigene Hallenturnier gewinnen. Im
Finale
wurde der Vorjahressieger SG Jößnitz im
Neunmeterschießen bezwungen.
Somit
räumte der Gastgeber den
Siegerpokal sowie den Pokal des Torschützenkönigs und des
Besten Torhüters ab. Für
diese
Hallenturniere konnten auch immer attraktive Mannschaften sowie eine
Vielzahl von Sponsoren, wie die Gemeinde Triebel, Sparkasse Vogtland,
Druckerei Lupart, das BMW-Autohaus Strauss, Firma Seeger oder
Physiotherapie Wander und andere unterstützende Gewerbetreibende
aus Triebel und Umgebung gewonnen
werden.
Im Sommer 2009 fand unsere einwöchige Festwoche anlässlich
des 60-jährigen Vereinsbestehen statt. Mit verschiedenen
Programmpunkten, wie Jugendfußball, Tischtennis,
Männerfußball, Volleyball des Regionalligisten VSV Oelsnitz,
der großen Festveranstaltung mit Auszeichungen für viele
Sportfreunde - u. a. erhielt Renate Fetzer für viele Jahre
ehrenamtliche Tätigkeit die goldene Ehrennadel des
Landessportbundes Sachsen - sowie dem großen Sportlerball im
Festzelt mit der Band COME BACK wurde das Vereinsjubiläum gefeiert.
Im Februar 2010 gab es einen weiteren Führungswechsel. Jochen
Melzer stellte nach 8 Jahren als Vereinsvorsitzender sein Amt zur
Verfügung. Ihm folgte Gunter Schwab, seit 1997 Vereinsmitglied und
vormals Jugendtrainer, Nachwuchsleiter und Abteilungsleiter. Zudem
rückten einige jüngere Sportfreunde wie Mathias Schlegel in
den Vorstand.
In der Saison 2009/10 konnte man aufgrund von Verletzungen einiger
Leistungsträger lange nicht an das gwohnte Niveau heranreichen und
spielte folglich auch bis kurz vor Saisonende gegen den Abstieg. Am
Ende stand der 11. Platz und somit der Klassenerhalt zu Buche.
Mit Beginn der Saison 2010/11 folgte die Fusion der Kreisverbände
Vogtland/ Plauen und Göltzschtal zum Vogtländischen
Fußballerverband (VFV). Diese Saison diente als
Übergangssaison nach den alten Strukturen bevor ab Sommer 2011
eine neue Spielklassenstruktur im Vogtland eingeführt wurde. Die
1. Mannschaft konnte die Zielstellung "Qualifikation Kreisliga" mit dem
8. Platz realisieren und spielt in der Saison 2011/12 somit in der
neuen Kreisliga. Nachdem Tino Geipel sein Traineramt zum Ende des
Jahres 2010 niederlegte, waren in der Rückrunde Heiko Mennel und
Jens Degenkolb als Trainer verantwortlich. Mit Beginn der Saison
2011/12, die mit einem Trainingslager in Rheinsberg (Brandenburg)
eingeläutet wurde, ist Jens Degenkolb alleinverantwortlicher
Cheftrainer des SV Triebel.
An
dieser Stelle möchte ich noch einmal die Vorsitzenden der
Triebeler Sportbewegungen nennen.
1919
bis 1921 Alban Bauer
1922
bis 1923 Kurt Hauptmann
1923
bis 1924 Fritz Herrmann
1925
bis 1933 Paul Rexhausen
1949
bis 1959 Rudi Bauer
1959
bis 1961 Werner Busch
1961
bis 1967 Hellmut Hoffmann
1967
bis 1971 Friedhold Ficker
1972
bis 1990 Harti Schmidt
1990
bis 2002 Reinhardt Günther
2002
bis 2010 Jochen Melzer
seit
2010 Gunter
Schwab
Auszüge
aus der anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubläums
erschienenen Broschüre "60 Jahres BSG Empor/ SV Triebel" von
Gunter Schwab und Reinhardt Günther (2009).
überarbeitet
von Marco Schwab (2010)
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