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Geschichte des SV Triebel

Im Jahr 2009 beging unser Sportverein seinen 60. Gründungstag. Natürlich ist dieser Jahrestag Anlass, einmal den Entwicklungsweg der Sportbewegung in Triebel aufzuzeigen. Denn bereits vor der Gründung eines organisierten  Sportvereins am 12.02.1949 gab es in Triebel schon viele Bürger die sich dem Sport verschrieben hatten und diesen auch ausführten. Es traten besondere Bemühungen hervor sich in Sportverbänden zu organisieren. So wurde bereits 1903 der Turnverein Jahn in Triebel gegründet. Als Gründungsmitglieder sind noch bekannt Albin Pfretzschner, Theodor Pfretzschner, Otto Pfretzschner und Ernst Gerbeth, um nur einige zu nennen.

Der Turnverein Jahn Triebel war ein Arbeiterturnverein. Die Turnstunden wurden im Saal des „Sächsisch – Bayrischen Gasthofes“ abgehalten, da es im Freien kein Übungsgelände gab. Da viele der Gründungsmitglieder wie auch viele Sportler im 1. Weltkrieg an die Front kamen und 39 Sportler ihr Leben lassen mussten,  kam die Sportbewegung in dieser Zeit völlig zum Erliegen.
Anfänge
 
1919 wurde dann von den Sportlern, die heil aus dem Krieg zurückkehrten, der "Turnverein Jahn" Triebel wieder neu aufgebaut. Als neuer Vorsitzender wurde Alban Bauer und als sein Stellvertreter Kurt Schlosser gewählt. 1921 wurde auf dem Gelände hinter dem Gasthof ein Kleinsportplatz in freiwilligen Arbeitseinsätzen gefertigt. Hier gab es dann Schauturnen und andere Veranstaltungen. In den folgenden Jahren gab es immer wieder Neuwahlen für einen neuen Vorsitzenden des Turnvereins. Unter schwierigsten Bedingungen versuchten die Triebeler Sportler ihren Sportverein am Leben zu erhalten. So wurde unter mühseliger Arbeit ein neues Sportgelände erschlossen und 1925 eingeweiht. Hauptsportart war zur damaligen Zeit das Turnen. Ab 1925 gab es dann auch zwei Fußballmannschaften in denen Sportler wie Emil Fetzer, Kurt Hager, Kurt Schiller und Armin Ruderisch dem runden Leder nachjagten. 1933 wurde der Übergang des Turnverein Jahn Triebel zur Rotsportgemeinschaft vollzogen. Mit dem Einzug der Naziherrschaft wurde diese dann verboten.

Nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus gab es bereits Ende 1945 die ersten Anfänge zum Neuaufbau einer Sportbewegung. 

Bereits im August 1946 wurde das erste Fußballspiel in Bobenneukirchen durchgeführt.

Am 12.02.1949 war es dann soweit, die Gründung der „SG Untertriebel“ wurde vollzogen.

Ein Jahr später wurde sie in „BSG Einheit Triebel“ umbenannt und 1959 wurde die „BSG Empor Triebel“ daraus.

Als erster BSG – Vorsitzender wurde Rudi Bauer gewählt. Weiterhin gehörten Werner Puchta, Gerhard Pfretzschner, Heinz Pastor, Heinz Degenkolb als Sektionsleiter Fußball und Günter Kuhnert, Sektionsleiter Tischtennis, zum Vorstand.  
Es gab zur damaligen Zeit die Abteilungen Fußball, Tischtennis und Turnen. Mit einer Fußballmannschaft wurde am Spielbetrieb teilgenommen und auch die Tischtennisspieler nahmen am aktiven Wettkampfbetrieb teil.  1950 gab es eine Spielgemeinschaft mit der SG Posseck, die aber nur ein Jahr Bestand hatte.  Im Jahr 1953 hörten die Sektionen Tischtennis, Handball sowie Turnen/Gymnastik auf, zu bestehen. In den Jahren 1953 bis 1955 bestand eine kurze Spielgemeinschaft mit der BSG Traktor Lauterbach.
1955 erfolgte dann ein geordnetes System im Kreisfachausschuss Fußball Oelsnitz/Klingenthal und somit kam es wieder zur Trennung von Lauterbach. Empor Triebel nahm wieder mit einer eigenen Mannschaft am Spielbetrieb teil. Einen sehr großen Anteil an der weiteren Entwicklung von Empor Triebel hatten hier die Sportfreunde Gerhardt Pfretzschner und Heinz Degenkolb. So wurde in dieser Zeit auch der alte Sportplatz erweitert um ihn wettkampfgerecht zu gestalten. 1961 wurde der neue Sportplatz gebaut und eingeweiht. Er war zwar wesentlich besser wie der alte Platz, erfüllte aber von der Länge und Breite her, eigentlich nicht die geforderten Ansprüche.
Ein weiterer sportlicher Aufschwung war in den Jahren 1958 bis 1967 unter der Federführung von Hellmut Hofmann festzustellen. Nachdem Hofmann sowie Friedhold Ficker und Sektionsleiter Gerd Grigull eine sehr gute Arbeit in der Abteilung Fußball geleistet hatten, ging es sportlich weiter nach oben und 1969 wurde die 1. Mannschaft der BSG Empor Triebel Kreismeister der 2. Kreisklasse und schaffte den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. 
Zur Mannschaft gehörten damals:
Dieter Lorenz, Jochen Bauer, Reiner Ernstberger, Frank Köcher, Alexander Schmidt, Raimund Sünderhauf, Gotthard Schlosser, Siegfried Wappler, Dieter Ruderisch, Gerd Grigull, Karli Fetzer, Klaus Lorenz, Peter Wappler, Günther Ullrich. Trainiert und betreut wurde die Mannschaft von Siegfried und Roland Wappler. Nicht zu vergessen in der Zeit des Aufschwungs waren vor allem die Männer in Schwarz, denn ohne sie wäre kein Fußballsport möglich. So hatte Triebel in dieser Zeit mit Bernhard Munko, Friedhold Ficker und Gerd Grigull drei einsatzfähige Schiedsrichter.  

Trotz dieses großen Erfolges und Zuwachs bei den Mitgliedern kam es 1971 zur dunkelsten Stunde der BSG Empor Triebel, Sektion Fußball. Nach Querelen  in der Leitung legten einige Sportfunktionäre grundlos ihre Arbeit nieder und die Sektion Fußball wurde über Nacht aufgelöst. Ein Großteil  der Fußballmannschaft begab sich geschlossen nach Bösenbrunn. Zwischenzeitlich gab es dann auch einmal die Gründung einer Sektion Ringen in Triebel, die aber 1975 nach Oelsnitz verlegt wurde.

Nach der Auflösung der Sektion Fußball gab es in Triebel keinen Sport mehr und die Mitgliederzahlen sanken von 96 auf ganze 3 Mitglieder.


Doch es gab in Triebel aber auch noch andere Menschen, die sich schnell wieder an die Organisierung der Sportbewegung heranwagten. So wurde im Frühjahr 1972 eine neue Leitung der BSG Empor Triebel gewählt. Als neuer BSG-Vorsitzender fungierte Harti Schmidt. Ihm zur Seite standen Friedhold Ficker, stellv. BSG-Vorsitzender, Siegfried Wappler, Gerold Zöphel und Roland Strobel als Kassierer.
Der neue BSG-Vorstand ging einen konsequenten Weg des Aufbaus der Jugendarbeit und so konnte bereits im Sommer eine neue Schülermannschaft am Wettspielbetrieb teilnehmen.
In den Jahren 1974 bis 1978 kam es zu einer Spielgemeinschaft mit Bösenbrunn, die aber auf Grund von Unzuverlässigkeit und nicht erfüllbarer Forderungen des Partners  beendet wurde. Erste sportliche Erfolge gab es im Nachwuchsbereich, als die Schülermannschaft 1976 und die Juniorenmannschaft 1978 den Kreismeistertitel errangen. Hier leisteten die Sportfreunde Karl Fetzer sowie Alexander Schmidt eine sehr engagierte Arbeit und sie hatten großen Anteil an diesem Erfolg in der Jugendarbeit. 
Ein weiterer Schritt zur Ausbreitung der Sportbewegung in Triebel war der Ausbau der BSG- Leitung. So konnten Karli Fetzer, Günter Trennwolf, Renate Fetzer, Alexander Schmidt, Jochen Bauer, Siegmund Schanz und Bernhard Munko für die Übernahme verschiedener Funktionen gewonnen werden.
So wurde 1977 durch Renate Fetzer der Aufbau einer neuen Sektion Turnen/Gymnastik organisiert und vollzogen. Diese besteht auch zum heutigen Tage noch und leistet eine aktive Arbeit. Auf Initiative von Harti Schmidt wurde am 26.10.1979 durch Siegmund Schanz die Sektion Wandern/Touristik gegründet. Die Sektion Wandern entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einer starken Sektion und hatte auch einen starken Mitgliederzuwachs. In den folgenden Jahren nahmen die Mitglieder an Wanderungen in der Umgebung teil und jährlicher Höhepunkt war die Durchführung der Triebeltalwanderung. Diese Wanderung entwickelte sich zu einer Massenwanderung und hatte in Spitzenjahren über eintausend Teilnehmer. Sehr gut angenommen wurde von den Wanderfreunden auch der am Vorabend durchgeführte „Hutzenomd“, wo Künstler aus der Umgebung mit Frohsinn und guter Laune für eine gute Einstimmung zur Triebeltalwanderung sorgten. Eine weitere Neugründung gab es 1979 mit der Sektion Tischtennis durch Jochen Bauer.

1980
Die Sektion Fußball beteiligte sich mit Beginn der Spielsaison 1979/80 wieder mit einer Männermannschaft am Spielbetrieb und wurde in die 2. Kreisklasse eingestuft. Durch eine gute Arbeit von Trainer Siegfried Wappler und Mannschaftsleiter Karl Fetzer, gab es bereits 1983 den ersten großen Erfolg. Es konnte die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse errungen und der damit verbundene Aufstieg in die 1. Kreisklasse geschafft werden. 1983Durch diesen sportlichen Erfolg kamen einige gute Spieler wie die Sportfreunde Winfried Bahmann und Frank Wunderlich aus Bösenbrunn zurück. Weitere Neuzugänge kamen mit dem Sportfreund Schrödter von den Grenztruppen und Sportfreund Günther aus Falkenstein.
Die Mannschaft wurde weiterhin von den Sportfreunden Siegfried Wappler und Karli Fetzer sehr gut geführt und nach der Saison 1985/86 konnte der wohl größte sportliche Erfolg gefeiert werden. Die BSG Empor Triebel wurde Kreismeister des Kreisverbandes Oelsnitz/Klingenthal und musste zwei Aufstiegsspiele gegen den Vertreter des Kreisverbandes Plauen, Traktor Weischlitz, bestreiten. Was nun folgte ist schwer zu beschreiben. Zuerst musste unser in allen Belangen wenig ansprechender Platz hergerichtet werden. Es musste zum ersten Mal eine provisorische  Barriere errichtet werden, da ja zum Aufstiegsspiel mit vielen Zuschauern zu rechnen war. Die nicht mehr tragbaren sanitären Anlagen mussten saniert werden um wenigstens den Grundanforderungen zu genügen. Um diese Aufgaben zu erfüllen wurde wirklich von vielen Sportfreunden zugepackt und es wurde auch geschafft. Hier wurden wir vom  Technikstützpunkt in Triebel, wo auch einige Sportfreunde in Lohn und Brot standen, tatkräftig unterstützt. Wir wollten uns als Sportler ja nicht nachsagen lassen, dass wir kein Interesse an einem Aufstieg hätten. In zwei folgenden Aufstiegsspielen gegen die klar favorisierte BSG Traktor Weischlitz konnte der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft werden.aufstieg
Nach einem ausgeglichenen Spiel in Weischlitz welches am Ende 0:0 endete, kam es eine Woche später in Triebel vor der Rekordkulisse von 1800 Zuschauern zum Rückspiel. Triebel befand sich an diesem Tag in einem Ausnahmezustand. Wenn es damals auch noch nicht so viele PKW wie heute gab, Triebel war an diesem Tag zugeparkt. Das große Spiel konnte aber pünktlich beginnen. Nach einem 0:1 Rückstand sah es nicht gut für den Gastgeber aus, doch drehten Frank Wappler und Andreas Ketzel mit ihren Toren in der Schlussphase die Begegnung und Triebel schaffte mit einem 2:1 Erfolg den Aufstieg in die Bezirksklasse. Was war das für ein Gefühl für viele Triebeler Fußballfans. Während die einen feucht – fröhlich bis zum nächsten Tag feierten, fuhr der Mannschaftsbus der Gäste ohne Jubel nach Hause. Die harte und schwere Trainingsarbeit wurde am Ende belohnt.
Zu der damaligen erfolgreichen Mannschaft gehörten die Sportfreunde:
Reinhard Günther, Uwe Weckschmidt, Klaus Hampel, Andreas Ketzel, Gerd Grünert, Frank Wunderlich, Jens Schrödter, Frank Wappler, Winfried Bahmann, Jochen Frank, Lutz Damaschke, Matthias Pfretzschner, Steffen Hohenberger und Steffen Weidlich.
In der Saison 1986/87 spielte die BSG Empor Triebel mit der 1. Mannschaft in der Bezirksklasse und da es keine Reserveteams gab, wurde  die 2. Mannschaft in die 2. Kreisklasse eingestuft. In dieser Zeit wurde auch wieder eine AH-Mannschaft ins Leben gerufen, die zahlreiche Spiele absolvierte. 
Trotz einiger spielstarker Neuzugänge, die vor allem von den Grenztruppen Posseck geholt wurden, konnte die Zielstellung Klassenerhalt nicht geschafft werden. Die kleine BSG Empor Triebel hatte keinesfalls versagt und zeigte viele gute Spiele. Am Ende der Saison konnte man mit Anstand die Klasse wieder verlassen. Die Mannschaft konnte immerhin sieben Spiele gewinnen und hatte sich auf keinen Fall blamiert. 
Natürlich war das Ziel die Mannschaft nach dem Abstieg zusammen zuhalten und dieses Vorhaben gelang recht gut. Man spielte nun mit zwei Mannschaften wieder in der 1. Kreisklasse Oelsnitz/Klingenthal.
Aber nicht nur im Männerbereich sondern auch bei der Arbeit mit dem Nachwuchs wurde eine stabile und früchtetragende Arbeit  geleistet. So nahm erstmals wieder eine D- Jugendmannschaft der AK 11/12 in der Saison 1982/83 an den Punktspielen teil.C 1983 Diese Mannschaft ging dann immer in die nächste Altersklasse hoch. Eine gute Arbeit leisteten hier die Sportfreunde Reinhard Günther und Gerd Grigull, der aber nach kurzer Zeit wieder aufhörte. 1985 gelang es dann der Mannschaft in der AK 13/14 den Kreismeistertitel zu erringen.
Bei den Aufstiegsspielen gegen den Kreismeister Plauen, SpVgg Zobes, und dem Kreismeister Klingental wurde dann nach einem 2:1 Sieg in Zobes und einer 1:0 Niederlage gegen Klingenthal der Aufstieg knapp verpasst. 1987 wurde eine Spielgemeinschaft mit der BSG Traktor Eichigt im Nachwuchsbereich gegründet und in der Spielzeit 1989/90 wurde die B –Jugend auch Kreismeister, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen an der Mannschaft von Nema Netzschkau. In den darauf folgenden Jahren spielte eine gemeinsame A - Jugendmannschaft mit dem SV Eintracht Eichigt.  Auf Grund von immer wieder auftretenden Unzuverlässigkeiten und Undiszipliniertheit wurde 1992 die Spielgemeinschaft mit Eichigt wieder aufgelöst.
Neben dem Männerfußball  gab es in den Jahren 1983 bis 1987 auch eine Damenmannschaft die dem runden Leder nachjagte. Betreut wurde die Mannschaft von Uwe Weckschmidt und Gerd Grünert.  

Im Jahre 1985 wurde durch Sportf. Grünert und Sportf. Günther zum ersten Mal ein eigenes Hallenturnier organisiert und es wurde bei der Premiere um den Pokal der „LPG Tierproduktion Eichigt“ gespielt. Dieses Hallenturnier wurde sehr gut angenommen und in der Folgezeit bis in die Gegenwart jährlich wiederholt.
Neben der Organisierung eines eigenen Hallenturniers wurden auch die Sommersportfeste der BSG Empor Triebel wieder neu belebt. Es wurde für alle etwas geboten. Neben Nachwuchs- und Männerfußball mit attraktiven Mannschaften gab es aber auch Spaß und sportliche Betätigung für jedermann aus dem Dorf und den umliegenden Gemeinden. Im Verlauf der Zeit wurden diese Sportfeste immer besser angenommen und umgestaltet. Mit der Neueinführung der Volleyballturniere und dem Fußballturnier für Freizeitmannschaften aus der gesamten Umgebung wurden diese zu den absoluten Rennern in den letzten Jahren. Besonders zu den Vereinsturnieren mit den tollsten Mannschaftsbezeichnungen ist das Sportplatzgelände in Triebel immer in heller Aufregung wenn die Fans ihre Mannschaften anfeuern. Die Gewinner waren Mannschaften aus Posseck, Raasdorf und Triebel. Auf die Gestaltung dieser Triebeler Sportveranstaltungen kann man im Verein schon stolz sein.
1987 wurde von Harti Schmidt als Vorsitzender der BSG Empor Triebel, an die Gemeinde Triebel das Anliegen gestellt einen neuen Sportplatz für die Gemeinde Triebel zu errichten. Standort dieses neuen Sportplatzes sollte hinter der Schäferei unterhalb der Anspann sein. Der Grund und Boden gehörte Klaus Rank, doch dieser würde dieses für einen Sportplatzbau zur Verfügung stellen. Es wurde auch durch Herrn Karl Müller ein Grundriss erstellt, doch bevor man zu den Details kam, wurde dieser Sportplatzbau durch die SED –Kreisleitung unter Führung von Alfred Hoffmann und seinem Sicherheitsmann Helmut Olbricht untersagt, da der Standort sich zu weit in der Nähe des Sperrgebietes befinden würde und deshalb eine Gefahr für die Grenzsicherheit darstellt. Damit war ein großer Traum vieler Sportanhänger in Triebel wie eine Seifenblase geplatzt und es musste weiter alles auf unserem Minisportplatz abgehalten werden.     
1989 war dann das Ende der DDR gekommen und neben den politischen, gab es auch viele Veränderungen auf sportlichem Gebiet, die auch vor der BSG Empor Triebel nicht halt machten. Es mussten neue Wege beschritten werden, die ein Umdenken erforderlich machten. 
Im Jahre 1990 wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der allen Mitgliedern die ersten Veränderungen bekannt gegeben wurden. Die Sektion Wandern trat aus der BSG Empor Triebel aus und machte sich eigenständig. In der Wahlversammlung der BSG Empor Triebel im Jahr 1990 wurde Sportfreund Reinhard Günther zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende Harti Schmidt wurde als Vorsitzender  des Wandervereins Triebel gewählt. Gleichzeitig wurde eine Namensänderung vollzogen und aus der BSG Empor Triebel wurde der SV Triebel e.V.  Neben Sportfreund Günther waren die Sportfreunde Bernd Jama als stellv. Vorsitzender und Sportfreundin Manuela Preuß  als Schatzmeisterin tätig. Für diese drei Sportfreunde war diese Tätigkeit nun Neuland, doch es ging stetig voran. Im SV Triebel e.V. waren noch die Abteilungen Fußball und die Sportgruppe Frauengymnastik verankert.
Natürlich war aller Anfang schwer, doch es ging positiv weiter. Neben dem sportlichen gab es nun auch einen wirtschaftlichen Bereich.
Es mussten deshalb Sponsoren gewonnen werden um die finanziellen Mittel aufzubringen, die eine ordentliche Sportarbeit gewährleisten. So wurden unsere Spieler erstmals mit Trainingsanzügen ausgestattet, die ein Sponsorenlogo des bayrischen Hof trugen.
Die Zeiten waren eben anders geworden. Zum Weihnachtsfest 1989 wurde auf Grund einer guten Beziehung von Karli Fetzer eine Sportlerdelegation nach Gattendorf zum dortigen Sportverein Schwarz – Weiß Gattendorf eingeladen.
Hier gab es nach dem Mauerfall die ersten sächsisch-bayrischen Sportbeziehungen zwischen beiden Vereinen.  Zu Pfingsten 1990 gab es die erste große Ausfahrt für unsere A- Jugendmannschaft SpG Triebel/Eichigt zur Partnergemeinde Dornum an die Nordsee. Dort wurde zum ersten Mal gegen ausländische Mannschaften gespielt, was für alle Jugendlichen ein großes Erlebnis war. Neben dem Fußball gab es auch noch andere Möglichkeiten sein Können zu präsentieren und zum Abschluss konnte man als zweitplazierte Mannschaft einen großen Pokal mit nach Hause nehmen. Bei dieser Reise ergaben sich so viele Episoden, die man im Leben nicht vergessen wird.
Auf Grund der Auflösung des polytechnischen Kabinetts im Nebengebäude des Kulturhauses ergab sich nun die Gelegenheit einen eigenen Aufenthaltsraum für unsere Sportler herzurichten. In vielen Stunden Eigenleistungen entstand so eine Sportlerklause für unsere Sportler, wo man sich wohlfühlen und auch Gäste empfangen konnte. Nur die sanitären Anlagen wie Duschen und Toiletten entsprachen nicht mehr den neuesten Anforderungen. Auf dem Sportplatzgelände tat sich auch sehr viel und Dank der großartigen Arbeit von Siegfried Wappler wurde aus unserem Triebeler „Dreckplatz“ langsam ein richtiger Rasenplatz, was besonders die Spieler als immer besser empfanden.   
Aber auch auf sportlichem Gebiet ging es weiter voran. So konnten mit den Sportfreunden Hawranke und Hoffmann weitere Übungsleiter im Nachwuchsbereich und gleichzeitig auch als Schiedsrichter gewonnen werden. Da es nicht ohne Schiedsrichter geht, qualifizierten sich auch noch die Sportfreunde Kempe und Günther. Später kamen hier noch die Sportfreunde Nagel und Schwab hinzu. Im Verlauf der Jahre traten die Sportfreunde Hoffmann, Kempe und Nagel als Schiedsrichter zurück und Sportf. Günther wechselte nach Oelsnitz, sodass gegenwärtig nur noch unser Abtl.leiter Gunter Schwab und Holm Hawranke als Schiedsrichter im Vogtländischen Fußballverband gemeldet sind. Neu hinzugekommen ist im Frühjahr 2010 noch der junge Robert Rödel.
 

Der erste große sportliche Erfolg nach der politischen Wende, war 1990 der Sieg im letzten Finale um den Traktorpokal gegen die SG Traktor Lauterbach in Eichigt. Dieses Finale konnte die BSG Empor Triebel mit einem 1:0 Sieg für sich entscheiden und als letzte Mannschaft die Holzplakette in Empfang nehmen. Leider war der Schütze dieses „Goldenen Tores" nicht zu ermitteln.
 
1991 reiste auch unsere Männermannschaft zum ersten Mal ins Ausland und nahm an einem Fußballturnier an der Costa del Sol in Spanien teil. Neben dem Besuch des „Camp Nou“, dem größten Stadion Europas in Barcelona, als absoluter Höhepunkt, war natürlich auch das Fußballturnier mit vielen ausländischen Mannschaften eine Gelegenheit vieles mitzunehmen. Unsere Mannschaft zeigte sich hier von ihrer besten Seite und schaffte es bis ins Halbfinale. Am Ende konnte der 3. Platz erreicht und ein weiterer Pokal mit nach Hause genommen werden. Nachdem 1991 eine Delegation aus der Partnergemeinde Dornum zu unserem Sommersportfest empfangen wurde und es den Sportfreunden aus Friesland hier sehr gefallen hat, reiste 1993 zum ersten Mal auch eine Delegation von Sportlern mit Anhang zu unserer Partnergemeinde nach Dornum. Es war eine schöne Reise, wo neben einem durchgeführten Fußballspiel auch persönliche Kontakte geknüpft wurden.  Erwähnenswerte sportliche Erfolge stellten sich dann auch weiter ein. So holte sich der SV Triebel bei der 1991 erstmals ausgetragenen Hallenkreismeisterschaft den Titel des Hallenkreismeisters.
Unsere Alte Herren Mannschaft wurde auch wieder aktiv und absolvierte 1991 ein Freundschaftsspiel bei Schwarz-Weiß Gattendorf und ging gleich als Sieger vom Platz. 1992/93 zeigte sich unsere 1. Mannschaft wieder von der besten Seite und am Ende wurde nur wegen eines einzigen Tores die Kreismeisterschaft verspielt. In der Halle erreichte man den Vizekreismeistertitel.
Auch 1993 gab es eine Vielzahl von sportlichen Erfolgen. So erreichten unsere Kicker das Endspiel des FDGB-Pokals wo man Fortschritt Oelsnitz mit 1:3 unterlag und wir wurden wieder Vizekreismeister in der Halle. Nach der Auflösung der Spielgemeinschaft im Nachwuchs mit Eichigt, wurde in Triebel durch die Sportfreunde Hoffmann und Hawranke eine neue D- Jugend ins Leben gerufen, die auch am Wettspielbetrieb teilnahm.
1994 wurde unsere Männermannschaft zum dritten Mal hintereinander Vizekreismeister in der Halle.
Im Jahr 1995 wurde die Sportgruppe Posseck unter der Leitung von Petra und Reinhard Ritter, der 2007 leider sehr früh verstorben ist, in unserem Sportverein aufgenommen. Die Frauen dieser Sportgruppe treiben sehr gerne Sport und nehmen auch die beengten Raumgrößen in Posseck in Kauf. Ihre Devise lautet „Wir halten uns jung beim Sport und  auch einmal in fröhlicher Runde“. Auch im Jahr 2010 ist die Sportgruppe immer noch sehr aktiv.
Unsere Männermannschaft wurde nach der Saison 1994/95 zum zweiten und vorerst letzten Mal Kreismeister des Kreisfachverbandes Oelsnitz/Klingenthal. KM 1995Es gab erneut zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister des Kreisverbandes Plauen, SV Concordia Plauen. Nach einer schwachen Leistung unterlag man in Plauen klar mir 2:5 und der Zug Aufstieg schien schon abgefahren zu sein. Bis zu dem zweiten Spiel in Triebel reiste unsere Mannschaft nach Österreich und nahm an einem Fußballturnier teil, wo man sich nicht mit Ruhm bekleckerte. Trotzdem war es in Seefeld sehr schön. Am Sonntag fand dann das zweite Aufstiegsspiel statt und wieder kamen 900 Zuschauer nach Triebel. Bis zur Pause hatte sich unsere Mannschaft einen 4:0 Vorsprung herausgeschossen und war bis zu diesem Zeitpunkt erneut in die Bezirksklasse aufgestiegen. Doch nach dem Wechsel ließen die Kräfte nach und die Concordia kam zu ihren ersten Toren. Als unsere Mannschaft noch einmal auf 5:2 erhöhte war wieder alles offen, doch in der Schlussphase konnte Plauen verkürzen und erreichte auf Grund des besseren Torverhältnisses den Aufstieg in die Bezirksklasse und wurde vom mitgereisten Anhang gebührend gefeiert. Unsere Mannschaft hatte alles gegeben und ist knapp gescheitert.
Nach dem die Fachverbände Oelsnitz/Klingenthal sowie Plauen beschlossen  hatten ab 1996 einen einheitlichen KFV Fußball Vogtland/ Plauen zu gründen und die Spielklassen neu einzuteilen, war klar, nur die besten 7 Mannschaften der beiden noch bestehenden Kreisklassen kommen in die neue Kreisliga der Saison 1996/97. Also galt die Devise die neue Kreisliga muss erreicht werden. Unsere Mannschaft spielte eine ordentliche Saison und erreichte damit die höchste Spielklasse der neuen Kreisunion. Ein großer Erfolg für unseren Verein. 

Doch im Jahr 1997 ist noch ein denkwürdiges Ereignis neben dem Sportplatz hervorzuheben, nämlich der Baubeginn unseres neuen Vereinsheimes.
Nach vielen Anstößen und Initiativen besonders von Sportfreund Gerd Grünert im Gemeinderat, wurde 1996 von der Gemeinde die Genehmigung erteilt ein neues Vereinsheim zu errichten. Mit den von der Gemeinde bereitgestellten finanziellen Mitteln und unter der aktiven Mithilfe vieler Sportfreunde konnte im Jahr 1997 mit dem Bau begonnen und im Jahr 1998 wurde dann dieses wunderbare Kleinod für unsere Sportler eingeweiht.  Man könnte hier eine Vielzahl von Helfern nennen, die fast jeden Tag auf der Baustelle zu finden waren, doch man würde denjenigen weh tun, wenn man jemand vergessen würde. Zwei Sportfreunden sollte man hier doch die Ehre erweisen und sie namentlich erwähnen. Es handelt sich um die beiden Sportfreunde Lothar und Jochen Frank die eine Vielzahl von Arbeitsstunden auf der Baustelle „Sportlerheim“ leisteten. Wichtig war, unsere Sportler konnten sich endlich mehr als wohl fühlen und auch die Gastmannschaften sowie Zuschauer hatten nur viel Lob für unser Vereinsheim übrig. Man kann auch heute noch mit Fug und Recht behaupten, dass unser Vereinsheim eines der schönsten im ganzen Vogtland ist.

Im Jahr 1999 wurde der 50. Jahrestag  der Gründung der BSG Empor Triebel im neuen Vereinsheim würdig gefeiert. Es kamen zahlreiche Gäste und überbrachten viele Glückwünsche an unseren Verein. Natürlich beneidete man unseren Verein um dieses Schmuckstück und alle brachten zum Ausdruck, dass dies eigentlich ein guter Anlass ist, dass sportliche Leistungspotential weiter zu verbessern. 

Leider konnte dieses Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden. Der SV Triebel konnte zwar besonders im Nachwuchsbereich eine gute Arbeit nachweisen, denn immerhin gab es Mannschaften in fast allen Altersklassen und es gab auch die notwendigen Übungsleiter.

Nachdem im Jahr 1992 die Zusammenarbeit mit Eichigt in der A - Jugend eingeschlafen war, begannen wir in der Saison 1993/94 wieder mit jüngeren Mannschaften den Spielbetrieb in der Jugend aufzunehmen. Der damalige Jugendleiter Uwe Hoffmann gewann als Lehrer an der Triebeler Schule viele Jungs und später auch Mädchen für den Fußballsport. Angefangen wurde mit einer E - und D - Jugendmannschaft. Ab 1997 spielten wir mit 4 Jugendmannschaften und die nächsten 3 Jahre sogar in 5 Altersklassen. Nun stellten sich auch die Erfolge langsam ein. Unsere C-Jugend nahm in der Saison 97/98 als Zweitplatzierter an den Aufstiegsspielen teil, leider erfolglos. Unsere E-Jugend belegte im Kreismaßstab den 3. Platz und stieg damit in die neu gegründete Bezirksliga auf. Andy Wienhold wurde mit 66 Toren Torschützenkönig der E-Jugend. In der darauf folgenden Saison wurden unsere D-Jugendlichen unter Leitung von Holm Hawranke Kreismeister. Unsere E-Jugend spielte eine für ihre Verhältnisse starke Saison im Bezirksmaßstab, leider reichte es am Ende nicht ganz für den Klassenerhalt. Doch Spiele wie gegen den FC Erzgebirge Aue waren für unsere Jüngsten ein prägendes Erlebnis. Diese Mannschaft des heutigen Vorsitzenden Gunter Schwab blieb viele Jahre zusammen und konnte manch schöne Erfolge feiern. In den Jahren von 1998 bis 2000 nahm unser Verein mit 5 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Zu dieser Zeit gab es viele verantwortungsbewusste Eltern und andere Mitglieder, welche sich als Trainer und Mannschaftsleiter zur Verfügung stellten. Hier einige Namen: Joachim Berthold, Holm Hawranke, Siegfried Bäter, Gunter Schwab, Uwe Weckschmidt, Marcus Wurzer, Marco Haller, Tino Geipel, Jens Degenkolb, Frank Wappler und Uwe Hoffmann.
Im Jahr 2000 wurde unsere E - Jugend Vizekreismeister und stellte mit Christoph Wander den besten Torschützen mit 44 Treffern. Die Sportfreunde Marco Schwab und Christoph Wander wurden für 2 Jahre in die Kreisauswahl des KVF des Jahrganges 1989 berufen. In Turnieren 1999 in Flöha und 2000 in Marienberg holten sie im Bezirksmaßstab je eine Bronzemedaille.
Der Höhepunkt für beide Sportfreunde war ein zweitägiges Turnier anlässlich des 100-jährigen DFB-Jubiläums an der Sportschule „Egidius Braun“ in Leipzig. Im sachsenweiten Vergleich belegten sie mit ihrer Kreisauswahlmannschaft einen guten 7. Platz.
Ab der Saison 2000/01 merkte man deutlich den Geburtenrückgang nach der politischen Wende. Wir hatten kaum noch Fußballnachwuchs und konnten somit auch nicht mehr in den kleinsten Altersklassen mit der Ausbildung beginnen.  Ab dem Jahr 2000 übernahm Gunter Schwab das Amt des Jugendleiters, er hatte es schwer, denn viele der verantwortlichen Übungsleiter legten ihr Amt nieder, da auch der Nachwuchs fehlte. Ein harter Kampf für unseren kleinen Verein war auch der Weggang vieler guter Spieler in höherklassige Vereine. Wir wollten keinem Spieler Steine in den Weg legen, doch in unseren Mannschaften machte sich dies merklich spürbar. Wir gaben Spieler wie Axel und Ralf Wunderlich nach Oelsnitz ab, Patrick Penzel wurde in Oelsnitz ein starker Torhüter, Christoph Wander ging nach der E-Jugend zum VFC Plauen. Er hatte zeitweise einen Vertrag für den Regionalligakader des VFC und spielt heute bei VFL Hohenstein-Ernstthal in der Landesliga. Daniel Schneider ging nach Bad Elster. Manch talentierte Spieler wie Vlado Bojic oder Benjamin Schmidt fanden später am Handball mehr Gefallen.
Auf Grund der geburtenschwachen Jahrgänge gingen wir ab 2001 mit den Nachbarvereinen SG Lauterbach, SV Bobenneukirchen, Eintracht Eichigt und dem SV Schönbrunn Spielgemeinschaften ein. In allen Vereinen kämpfte man mit dem Spielerrückgang. Dank des Engagements der Sportfreunde Karsten Richter aus Lauterbach, Jörg Lubowietzki aus Bobenneukirchen und unserem damaligen Jugendleiter Sportfreund Schwab wurde es eine gute Zusammenarbeit und die Vereine rückten weiter zusammen. Doch der Zusammenschluss, wenn auch mit einem Mehraufwand an Arbeit, trug seine Früchte. Vor allem die Mannschaften der Jahrgänge 1988/89/90 wurden ein Erfolgsgarant. Nach dem Vizemeistertitel 1999/2000 in der E-Jugend, wurde man dann 2002/2003 C-Junioren Vizemeister nach 2 knappen Finalniederlagen gegen Stahlbau Plauen, 2004/05 erreichte man wieder nur den Vizemeistertitel in der B-Jugend, zur Hallenkreismeisterschaft auch Vizemeister und im Hallenpokal Dritter. Ein weiterer Höhepunkt dieser Mannschaft war im Sommer 2005, nach einem 7:0 über Wacker Plauen wurde man Kreispokalsieger vor einer fantastischen Kulisse in Lauterbach. Der Kreismeistertitel wurde nur durch ein Sportgerichtsurteil verwehrt. Spielerisch hatte man den Titel schon in der Tasche, doch Weischlitz setzte gegen den späteren Kreismeister Stahlbau Plauen einen gesperrten Spieler ein und hatte somit das gewonnene Spiel verloren. Im Jahr 2006 wurde die B-Jugend federführend durch Bobenneukirchen Kreismeister und Aufsteiger in die Bezirksklasse. Im Bezirkspokal kam diese Mannschaft bis ins Halbfinale. In der Saison 2006/07 wurde unsere A-Jugend erneut Vizemeister hinter dem VFC Adorf, auch im Pokal unterlag man den Adorfern und wurde „nur“ Zweiter. A 2007Der größte Erfolg vor dem Eintritt vieler Spieler in den Männerbereich war wohl der Hallenkreismeistertitel, im Finale bezwang man durch ein Tor von Christian Schmidt den Landesligisten VFC Plauen.
In der Saison 2006/2007 konnte unser Verein Dank der Initiative von Uwe Hoffmann wieder eine F-Jugendmannschaft für den Spielbetrieb melden. 
Nun ging es auch mit dem Nachwuchs in Triebel wieder bergauf. Es wurden wieder mehr Kinder geboren, und wie im gesamten Kreismaßstab, nahm die Anzahl der Mannschaften wieder zu.
In der Saison 2010/11 haben wir wieder drei Nachwuchsmannschaften, gemeinsam mit dem SV Eintracht Eichigt und teilweise dem SV Merkur Oelsnitz. Auch hier haben wir es wieder geschafft Väter der Kinder als Trainer zu gewinnen. Seit zwei Jahren trainieren die Sportfreunde Frank Hennig aus Triebel und Andreas Haas aus Tiefenbrunn unsere Jüngsten.
Natürlich wurde im Jugendbereich nicht nur Fußball gespielt. Dank unserer rührigen Jugendleiter und zahlreicher Eltern wurden viele Aktivitäten durchgeführt. Beispielsweise fanden mehrere Zeltlager in Triebel statt, es wurden Ausfahrten nach Zeulenroda ins Erlebnisbad organisiert und als die Spieler aus den kleinen Kinderschuhen heraus gewachsen waren, konnten auch mehrtägige Ausflüge durchgeführt werden. So führten uns 5-tägige Ausfahrten in die Jugendherbergen nach Geyer und Eisenberg. Hier wurde neben Fußballspielen auch ein tolles Freizeitprogramm geboten. Ausflüge ins Erlebnisbad „Anamare“ in Geyer, Floßbau mit anschließendem Bad im Stauweiher von Geyer, Stadtausfahrt nach Jena mit Besichtigung des Planetariums, das wunderschöne Freibad von Eisenberg mit anschließendem Spielchen auf dem anliegenden Kunstrasen, Bowlingabende und zur letzten großen Ausfahrt die Himmelfahrtstour am Stauweiher von Geyer, haben bei unseren Jugendlichen unvergessliche Eindrücke hinterlassen.

Wenn man diese ausgezeichnete Bilanz unserer Nachwuchsarbeit betrachtet, ist man doch etwas bedrückt, dass es uns in den Jahren von 1998 bis 2001 nicht gelungen ist talentierte Spieler im Männerbereich einzubauen. Der erhoffte  Leistungsschub trat leider nicht  ein und so gab es in den folgenden Jahren auf sportlichem Gebiet besonders im Männerbereich keinen weiteren Durchbruch. Es wurden die Jahre des Umbruchs und viele Spieler erreichten nun langsam das Alter um die Schuhe an den berühmten Nagel zu hängen bzw. zwangen langwierige Verletzungen sie zum Aufhören. Die nachfolgenden jüngeren Aktiven hatten noch nicht das notwendige Niveau um unsere Mannschaften weiter voran zu bringen. Vielen jüngeren Spielern die hoch rückten, fehlte auch die notwendige Einstellung dazu. In der Kreisliga kämpfte man nun jedes Jahr ums Überleben und im Jahr 1998 gab es so viele Querelen und Abgänge, dass die Reserve nicht mehr für den Wettspielbetrieb gemeldet werden konnte. Einziger Lichtblick in dieser Zeit, war das Erreichen des Pokalfinales, wo man dann knapp mit 0:1 gegen den ESV Lok Plauen den Kürzeren zog. Leider konnte auch der Vorstand nicht mehr die notwendigen Akzente zu einem Aufschwung setzen. Von den Leistungsträgern wechselte Torhüter Wick 1999 nach Schöneck und  Sportfreund Hänel im Jahr 2000 nach Eichigt. Unser Vereinsvorsitzender und Trainer der 1. Mannschaft R. Günther musste sich im Jahr 2000 einer Hüftoperation unterziehen, so dass Sportfreund Klaus Hampel das Training und die Führung der Mannschaft übernahm. Ihm zur Seite stellte sich Sportfreund Heiko Mennel. Beide leisteten eine gute Arbeit und konnten die 1. Mannschaft weiter in der Kreisliga halten. Als neuer Abteilungsleiter wurde Sportfreund Schwab eingesetzt um die entstandene Situation in der Abteilung Fußball wieder zu koordinieren. Nach der Saison 2001/02 verließen dann auch Sportf. Mennel und Sportfreund Degenkolb den SV Triebel und wechselten nach Eichigt. Trotz dieser unrühmlichen Geschehnisse, wurde weiterhin noch Fußball in Triebel gespielt.  Im Jahr 2001 beteiligte sich eine Mannschaft am Wernigeroder Hasseröder – Cup  und verkaufte sich recht ordentlich. So erreichte man die Zwischenrunde und bekam bei der Siegerehrung auch ein Netz mit neuen Fußbällen. Natürlich gab es auch viel Hasseröder Freibier.
Auch im Vorstand wurde eine Änderung vollzogen. Auf Grund persönlicher und gesundheitlicher Probleme stellte sich Vereinsvorsitzender Reinhard Günther 2002 nicht mehr zur Wahl und es wurde zur Wahlversammlung 2002 mit dem Vorsitzenden Jochen Melzer und seinem Stellvertreter Marko Haller ein neuer Vorstand gewählt. Als Schatzmeisterin blieb Manuela Preuß weiter im Amt. Als Abteilungsleiter Fußball wurde der Sportfreund Gunter Schwab gewählt. Leider fand sich kein Sportfreund, der die Funktion des Jugendleiters begleiten wollte.

Das sportliche Leben im Verein ging wie gewohnt weiter, ohne zu übersehen, dass es im Männerfußball immer weiter bergab ging. Nach der Saison 2001/02 konnte die Kreisliga gerade noch gehalten werden, doch weitere Aktivposten wie die Sportf. Ollhoff und Frank Wappler wollten nicht mehr mit in die neue Saison gehen, bzw. äußerten, dass sie nicht immer zur Verfügung stehen. Da Sportf. Hampel zu dieser Zeit eine längere Krankheit auskurierte übernahm Sportf. Günther noch einmal die Funktion des Übungsleiters. Doch mit dem Beginn der neuen Saison 2002/03 wurde die Kluft zwischen dem Trainer sowie der Mannschaft immer größer und nach drei Spielen der neuen Saison, die zeigten, dass nicht der Trainer sondern die Mannschaft das Sagen hatte, trat Sportfreund Günther von seinem Posten als Trainer zurück. Nun übernahm Sportfreund Tino Geipel das Training sowie die Führung der Mannschaft. Ihm zur Seite stand weiter Sportfreund Jama. Nach anfänglichen Hoffnungspunkten, ging aber nichts mehr und die Mannschaft stieg nach 8 Jahren Zugehörigkeit sang- und klanglos in die 1. Kreisklasse ab. Aber auch hier reichte in der kommenden Saison 2003/04 die Leistung nicht aus um diese Klasse zu halten und man wurde bis in die unterste Etage, die 2. Kreisklasse, durchgereicht. Es war einfach kein spielerisches Potential vorhanden um irgendwie einen Hoffnungsschimmer zu sehen. Hier stand man das letzte Mal 1982.
Als positiven Aspekt muss man die Tatsache sehen, dass die Mannschaft trotz der gegenwärtigen Misere nicht auseinanderbrach. 
Es musste also ein absoluter Neuanfang gestartet werden. Wenn auch nicht sofort, aber in wenigen Jahren war der Aufstieg in die 1. Kreisklasse wieder eingeplant. Natürlich war der Verein nicht eingeschlafen sondern wirkt aktiv in der Gemeinde Triebel. Unser Verein beteiligte sich 2003 mit vielen Sportlern an der 700-Jahrfeier der Gemeinde Triebel und gestaltete auch einen Block zum großen Festumzug mit Fußballkickern, Tischtennisspielern und den Frauen der Gymnastikgruppe.
Natürlich galt das Hauptaugenmerk im Verein dem Wiederaufstieg der 1. Fußballmannschaft in die 1. Kreisklasse. Neuer Übungsleiter wurde Frank Wappler, der nun versuchte mit Unterstützung von Tino Geipel und Mannschaftsleiter Jürgen Schmucker das gesunkene Schiff wieder nach oben zu hieven. Aber auch er merkte bald, dass dies nicht so einfach ist und trotz aller Anstrengungen reichte es nach der Saison 2004/05 nicht um sofort wieder aufzusteigen. Auch wenn die Zielstellung nicht erreicht wurde, wurde weiter hart gearbeitet. Nach der stabilisierenden Saison 2005/2006 kam im Sommer 2006 mit dem Sportf. Jürgen Hanitzsch vom VSV Oelsnitz eine echte Verstärkung, der das Niveau im Team mitbestimmte. Mit dem Rückkehrer Andy Wienhold von der SG Lauterbach bekam die Mannschaft eine weitere echte Verstärkung. Auch insgesamt wuchs die Mannschaft weiter zusammen und das Spielverständnis wurde immer besser. In der Saison 2006/07 bestimmte der SV Triebel das Leistungsniveau in der 2. Kreisklasse und war immer im oberen Tabellenbild zu finden.
Dort befand man sich auch bis kurz vor Beendigung der Saison. Das letzte Spiel in Mühltroff musste nun die Entscheidung bringen, ob ein Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse gelingen sollte. Der Sieger dieser Begegnung würde in der kommenden Saison in der 1. Kreisklasse spielen.  So wurde zur Unterstützung der Mannschaft sogar ein Bus gemietet, damit die Fans mit nach Mühltroff fahren konnten.
AufstiegEs war ein Nervenkitzel für alle, ob Zuschauer oder Spieler. Nach einer klaren Führung gab man diese leichtfertig wieder aus der Hand und es ging beim Stand von 2:2 wieder von vorn los. Dann machte unsere Mannschaft, von den zahlreichen mitgereisten Fans nach vorn gepeitscht, Nägel mit Köpfen und gewann diese Begegnung noch klar mit 5:2. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, die Busfahrt über Plauen zurück nach Triebel wird wohl von allen Beteiligten unvergessen bleiben. In Triebel angekommen gab es eine Riesenaufstiegsfeier. Der SV Triebel hatte es geschafft und man war wieder in der 1. Kreisklasse. Anlässlich dieser Aufstiegssaison fertigten die Sportfreunde Ronny Künzel und Marco Schwab sogar eigens eine Aufstiegs-DVD mit Videos und Bildern.
Im Jahr 2007 gab es noch einen weiteren großen Höhepunkt für unseren Sportverein. So wurde durch den EOFS die kleine Weltmeisterschaft erstmals in Deutschland, und zwar im Vogtland, ausgetragen. Der SV Triebel erklärte seine Bereitschaft Austragungsort zu werden. Wir bekamen den Auftrag zwei Spieltage der Freizeitkicker Kleinfeld  in Triebel  auszutragen. In dieser Staffel spielte sogar eine Mannschaft aus den USA. Also galt es dieses Wochenende zu einem Höhepunkt werden zu lassen und das gelang mit der Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern auch. Die beiden Spieltage wurden sehr gut vorbereitet und auch die Durchführung klappte hervorragend. Natürlich ließ es sich unsere Bürgermeisterin Frau Groß nicht nehmen, neben allen anderen Mannschaften, besonders die Gäste aus den USA zu begrüßen. Bei der abschließenden Siegerehrung in der Vogtlandarena in Klingenthal wurde unser Verein für die sehr gute Atmosphäre in Triebel besonders gelobt. Es war alles in Allem eine sehr schöne Veranstaltung. Natürlich waren wir nicht nur Gastgeber, sondern beteiligten uns auch mit einem Oldieteam Ü 35 an diesem Turnier. Hier trafen wir sogar auf eine Mannschaft aus Südafrika. Das war doch schon ein großes Erlebnis. Wir schnitten hier gar nicht so schlecht ab und belegten in unserer Gruppe den 4. Platz. Den Sprung in die Finalrunde schafften wir zwar nicht, aber wir brauchten uns auch nicht zu schämen.
Natürlich war man gespannt wie sich die Fußballkicker in der 1. Kreisklasse schlagen werden. Nach dem Aufstieg trat dann Sportfreund Wappler von seinem Traineramt zurück und Tino Geipel übernahm wieder die Mannschaft. Er wurde weiter unterstützt von Jürgen Schmucker, der als Mannschaftsleiter eine sehr gute Arbeit leistete.  Natürlich war allen klar, dass es nicht einfach werden würde, doch mit konzentrierter Arbeit ist der Klassenerhalt realisierbar. Am Ende konnte man den 8. Platz und somit den sicheren Klassenverbleib feiern.
In der Saison 2008/2009 spielte unsere 1. Mannschaft nun weiterhin in der 1.Kreisklasse. Da zu Saisonbeginn die beiden ehemaligen Jugendspieler Carlos Mussago und Torwart Marco Schwab zurückkehrten, war das Team personell auch weiterhin gut besetzt.

Im Januar 2009 konnte man erstmals in 24 Jahren das eigene Hallenturnier gewinnen.
SiegerIm Finale wurde der Vorjahressieger SG Jößnitz im Neunmeterschießen bezwungen. Somit räumte der Gastgeber den Siegerpokal sowie den Pokal des Torschützenkönigs und des Besten Torhüters ab. Für diese Hallenturniere konnten auch immer attraktive Mannschaften sowie eine Vielzahl von Sponsoren, wie die Gemeinde Triebel, Sparkasse Vogtland, Druckerei Lupart, das BMW-Autohaus Strauss, Firma Seeger oder Physiotherapie Wander und andere unterstützende Gewerbetreibende aus Triebel und Umgebung gewonnen werden.

Im Sommer 2009 fand unsere einwöchige Festwoche anlässlich des 60-jährigen Vereinsbestehen statt. Mit verschiedenen Programmpunkten, wie Jugendfußball, Tischtennis, Männerfußball, Volleyball des Regionalligisten VSV Oelsnitz, der großen Festveranstaltung mit Auszeichungen für viele Sportfreunde - u. a. erhielt Renate Fetzer für viele Jahre ehrenamtliche Tätigkeit die goldene Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen - sowie dem großen Sportlerball im Festzelt mit der Band COME BACK wurde das Vereinsjubiläum gefeiert.

Im Februar 2010 gab es einen weiteren Führungswechsel. Jochen Melzer stellte nach 8 Jahren als Vereinsvorsitzender sein Amt zur Verfügung. Ihm folgte Gunter Schwab, seit 1997 Vereinsmitglied und vormals Jugendtrainer, Nachwuchsleiter und Abteilungsleiter. Zudem rückten einige jüngere Sportfreunde wie Mathias Schlegel in den Vorstand.

In der Saison 2009/10 konnte man aufgrund von Verletzungen einiger Leistungsträger lange nicht an das gwohnte Niveau heranreichen und spielte folglich auch bis kurz vor Saisonende gegen den Abstieg. Am Ende stand der 11. Platz und somit der Klassenerhalt zu Buche.
Mit Beginn der Saison 2010/11 folgte die Fusion der Kreisverbände Vogtland/ Plauen und Göltzschtal zum Vogtländischen Fußballerverband (VFV). Diese Saison diente als Übergangssaison nach den alten Strukturen bevor ab Sommer 2011 eine neue Spielklassenstruktur im Vogtland eingeführt wurde. Die 1. Mannschaft konnte die Zielstellung "Qualifikation Kreisliga" mit dem 8. Platz realisieren und spielt in der Saison 2011/12 somit in der neuen Kreisliga. Nachdem Tino Geipel sein Traineramt zum Ende des Jahres 2010 niederlegte, waren in der Rückrunde Heiko Mennel und Jens Degenkolb als Trainer verantwortlich. Mit Beginn der Saison 2011/12, die mit einem Trainingslager in Rheinsberg (Brandenburg) eingeläutet wurde, ist Jens Degenkolb alleinverantwortlicher Cheftrainer des SV Triebel.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Vorsitzenden der Triebeler Sportbewegungen nennen.
 

1919  bis   1921   Alban Bauer
1922  bis  1923    Kurt Hauptmann
1923  bis  1924    Fritz Herrmann
1925  bis  1933    Paul Rexhausen
1949  bis  1959    Rudi Bauer
1959  bis  1961    Werner Busch
1961  bis  1967    Hellmut Hoffmann
1967  bis  1971    Friedhold Ficker
1972  bis  1990    Harti Schmidt
1990  bis  2002    Reinhardt Günther
2002  bis  2010    Jochen Melzer
seit 2010             Gunter Schwab



Auszüge aus der anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubläums erschienenen Broschüre "60 Jahres BSG Empor/ SV Triebel" von Gunter Schwab und Reinhardt Günther (2009).
überarbeitet von Marco Schwab (2010)



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